05.03.2012 · Hotels und Restaurants in Hessen erleben einen Boom. Die Branche freut sich, aber sie klagt auch, vor allem über die Bettensteuer.
Von Jacqueline VogtRichtlinien für Lesermeinungen
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Ein Grund seien die nicht immer arbeitnehmerfreundlichen Arbeitszeiten......
Stimmt, das ist ein Grund. Weitere Gründe sind die unterirdische
Bezahlung, ständige Aushilfsdienste, eben weil Personal fehlt, in
der Regel sehr, sehr unfreundliche Chefs, besonders in den
"Nobelhotels" und arrogante Gäste, die meinen,
Hotelmitarbeiter einfach mal so schlecht behandeln zu können.
Leider leidet eine Freundin von mir in einem noblen Hotel vor den Toren
der Stadt Frankfurt genau unter solchen Bedingungen, aber sie ist froh,
wenigstens noch zu den Angestellten zu gehören. Über einen
Wechsel muss sie gar nicht nachdenken, anderes Hotel, gleiche Kategorie,
schlechterer Vertrag und noch schlechtere Bezahlung. Und da wundert man
sich, dass niemand mehr Lust hat, in dieser Branche zu arbeiten.
Jacqueline Vogt Jahrgang 1962, Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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