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Hessisches Musikarchiv Unbekanntes Bach-Werk in Marburg entdeckt

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Im Hessischen Musikarchiv in Marburg ist ein bislang unbekanntes Werk von Johann Christoph Friedrich Bach aufgetaucht, dem zweitjüngsten Sohn des großen Komponisten Johann Sebastian Bach. Eine Wissenschaftlerin des Internationalen Quellenlexikons der Musik RISM (Répertoire International des Sources Musicales), das an der Bayerischen Staatsbibliothek angesiedelt ist, hat die Komposition entdeckt, wie die Bibliothek am Montag in München mitteilte.

„Es ist nur ein kleines Lied, aber es ist ein weiterer Mosaikstein in der Bach-Geschichte“, sagte Helmut Lauterwasser von der Staatsbibliothek. Alles, was die Bach-Familie angehe, sei von großem Interesse. Schließlich sei Johann Sebastian Bach „eine der größten Figuren der Musikgeschichte“.

Sein Sohn Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) war Hofkapellmeister in Bückeburg und widmete den jetzt aufgetauchten, siebenstrophigen „Rundgesang“ für Sopran und Cembalo seiner künftigen Landesherrin Juliane von Hessen-Philippsthal. Er beglückwünscht sie darin zur Hochzeit und begrüßt sie als „holde Landesmutter“, wie die Staatsbibliothek mitteilte. Der Fund zeige, dass in Archiven und Bibliotheken immer noch unbekannte Werke bekannter Komponisten schlummern.

Das Internationale Quellenlexikon der Musik ist ein weltweites Projekt zur Katalogisierung historischer Musiksammlungen und konzentriert sich vor allem auf Musikhandschriften. Die deutsche Arbeitsgruppe hat ihren Sitz in München und Dresden.

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