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Veröffentlicht: 12.02.2013, 23:23 Uhr

Hessische SPD-Bundestagsabgeordnete Wer schon in Berlin sitzt, will dort auch bleiben

Die alten SPD-Bundestagsabgeordneten werden vermutlich auch die neuen sein. Auf der Liste des Bezirks Hessen-Süd belegen sie die ersten Plätze.

© Sick, Cornelia Auf den Spitzenplatz setzten Bezirksvorstand und Bezirksbeirat, das höchste SPD-Parteiorgan zwischen den Parteitagen, Christine Lambrecht (Foto)

Die Frankfurter SPD kann sich berechtigte Hoffnungen machen, nach der Bundestagswahl am 22. September wieder einen Abgeordneten aus ihren Reihen in den Bundestag zu entsenden. Ulrike Nissen, Kandidatin im Frankfurter Südosten und Norden (Wahlkreis 183), wurde vom SPD-Bezirk Hessen-Süd auf Platz sieben seiner Liste gesetzt. Dagegen muss Gregor Amann, der Kandidat im Frankfurter Westen, mit einem aussichtslosen Platz 17 vorliebnehmen.

Hans Riebsamen Folgen:

Erreicht die SPD bei der Bundestagswahl ein Ergebnis um die 30 Prozent, dürfte Nissen auch bei einer Niederlage in ihrem Wahlkreis gegen Erika Steinbach (CDU) oder Omid Nouripour (Die Grünen) Bundestagsabgeordnete werden. In der zu Ende gehenden Legislaturperiode war die Frankfurter SPD zum Unmut vieler Frankfurter Genossen nicht mit einem Abgeordneten im Bundesparlament vertreten. Der Frankfurter Parteivorsitzende Gernot Grumbach, der auch Vorsitzender von Hessen-Süd ist, zeigte sich mit der Plazierung der beiden Frankfurter Kandidaten nicht ganz zufrieden: „Es ist aber zu ertragen“, sagte er der Rhein-Main-Zeitung. In der Vergangenheit habe meist ein Frankfurter Bewerber einen sicheren und der zweite einen unsicheren Listenplatz erhalten. Erfreulich sei, dass die Bankenstadt aller Voraussicht nach mindestens eine Abgeordnete nach Berlin entsende.

Spitzenplatz für Lambrecht

Die ersten Plätze auf der Liste von Hessen-Süd nehmen Bewerber ein, die schon dem Bundestag angehören. Auf den Spitzenplatz setzten Bezirksvorstand und Bezirksbeirat, das höchste Parteiorgan zwischen den Parteitagen, Christine Lambrecht aus dem Kreis Bergstraße. Ihr folgen Rüdiger Veit (Gießen), Gerold Reichenbach (Groß-Gerau), die frühere Justizministerin Brigitte Zypries (Darmstadt) und Sascha Raabe (Main-Kinzig).

Dagmar Schmidt (Lahn-Dill) ist auf Platz sechs die erste Bewerberin, die kein Bundestagsmandat innehat. Nach Ulli Nissen auf Platz sieben belegen auch noch Martin Rabanus (Rheingau-Taunus), Bettina Müller (neuer Wahlkreis Main-Kinzig, Wetterau II) und Joachim Schabedoth (Hochtaunus) halbwegs aussichtsreiche Listenplätze. Gregor Amann hat auf Platz 17 keine Chance, über die Liste in den Bundestag zu gelangen. Er könnte aber durchaus im Wahlkreis 182 gewinnen.

Entscheidung am 9. März

Diese Liste des Bezirks Hessen- Süd ist allerdings nur eine vorläufige. In sie müssen noch die Bewerber aus dem Bezirk Hessen-Nord eingearbeitet werden. Darüber werden demnächst die Vorstände der beiden Bezirke verhandeln. Der Bezirk Süd dürfte entsprechend seiner Mitgliederzahlen zwei Drittel der Plätze besetzen. Die besten Chancen auf den Spitzenplatz hat Michael Roth (Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg), derzeit Sprecher der Landesgruppe Hessen im Bundestag und Generalsekretär der hessischen SPD.

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Die endgültige Entscheidung fällt ein Landesparteitag, der für den 9. März in Hanau angesetzt ist. Laut Beschluss des Bundesparteitags muss für die Bundestagswahl die Hälfte der SPD-Listenplätze mit Frauen besetzt sein. Sollte Roth den ersten Platz einnehmen, müssten dementsprechend im Reißverschluss-System Frauen und Männer folgen.

Quelle: F.A.Z.

 

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