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Hessische Bildungspolitik : Neue Chance für G9 und Landesschulamt

  • Aktualisiert am

Das neue Jahr wird einige Änderungen in der hessischen Bildungspolitik mit sich bringen. Bild: dpa

Islamischer Religionsunterricht, längeres Abitur und das umstrittene Landesschulamt: Das neue Jahr bringt viele Neuerungen in der hessischen Bildungspolitik.

          In Hessen kann das Abitur auch wieder nach neun Jahren Gymnasium gemacht werden - außerdem kommt das zwischen Regierung und Opposition heftig umstrittene Landesschulamt. Das sind zwei Neuerungen, die ab 1. Januar gelten. Die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 wird jedoch an den Gymnasien erst zum Schuljahr 2013/2014 wirksam. Das gilt auch für die Einführung des islamischen Religionsunterrichts.

          Zum Jahresanfang gibt es darüber hinaus in Geisenheim eine neue eigenständige Hochschule in Hessen. Bisher war die im Wein- und Gartenbau tätige Forschungsanstalt Geisenheim an die Fachhochschule RheinMain in Wiesbaden angekoppelt. Geplant ist 2013 auch die Einrichtung eines weiteren Hauses des Jugendrechts in Frankfurt. Die schwarz-gelbe Koalition sieht damit die Weichen für das neue Jahr gestellt, wie Regierungssprecher Michael Bußer erklärte.

          „Überall gibt es gute Schulen“

          Zum Jahresbeginn kann der Besuch von Berufsfachschulen auf die Ausbildungszeit angerechnet werden. Das Archivrecht wird in Hessen modernisiert: Die Abgabe von Pflichtexemplaren von Druckwerken wird auf digitale Publikationen erweitert. Ab 1. Januar können auch die Sanierungskosten für Straßen in den Kommunen umgelegt werden. Nicht nur die Eigentümer der anliegenden Grundstücke müssen bezahlen, auch ein ganzer Ortsteil kann zur Kasse gebeten werden.

          Im neuen Landesschulamt verschmelzen nach Angaben des Kultusministeriums 17 Institutionen zu einer Behörde. „Überall gibt es engagierte Lehrkräfte und gute Schulen“, sagte Staatssekretär Ralph Alexander Lorz (CDU) am Samstag laut Mitteilung. „Deren Erfahrungen sollen nun systematisch gesammelt und das Wissen auch anderen zur Verfügung gestellt werden.“ Oppositionspolitiker im Landtag hatten das Amt unter anderem als Monsterbehörde kritisiert.

          Quelle: LHE

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