Home
http://www.faz.net/-gzg-75ecg
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Hessische Bildungspolitik Neue Chance für G9 und Landesschulamt

Islamischer Religionsunterricht, längeres Abitur und das umstrittene Landesschulamt: Das neue Jahr bringt viele Neuerungen in der hessischen Bildungspolitik.

© dpa Vergrößern Das neue Jahr wird einige Änderungen in der hessischen Bildungspolitik mit sich bringen.

In Hessen kann das Abitur auch wieder nach neun Jahren Gymnasium gemacht werden - außerdem kommt das zwischen Regierung und Opposition heftig umstrittene Landesschulamt. Das sind zwei Neuerungen, die ab 1. Januar gelten. Die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 wird jedoch an den Gymnasien erst zum Schuljahr 2013/2014 wirksam. Das gilt auch für die Einführung des islamischen Religionsunterrichts.

Zum Jahresanfang gibt es darüber hinaus in Geisenheim eine neue eigenständige Hochschule in Hessen. Bisher war die im Wein- und Gartenbau tätige Forschungsanstalt Geisenheim an die Fachhochschule RheinMain in Wiesbaden angekoppelt. Geplant ist 2013 auch die Einrichtung eines weiteren Hauses des Jugendrechts in Frankfurt. Die schwarz-gelbe Koalition sieht damit die Weichen für das neue Jahr gestellt, wie Regierungssprecher Michael Bußer erklärte.

„Überall gibt es gute Schulen“

Zum Jahresbeginn kann der Besuch von Berufsfachschulen auf die Ausbildungszeit angerechnet werden. Das Archivrecht wird in Hessen modernisiert: Die Abgabe von Pflichtexemplaren von Druckwerken wird auf digitale Publikationen erweitert. Ab 1. Januar können auch die Sanierungskosten für Straßen in den Kommunen umgelegt werden. Nicht nur die Eigentümer der anliegenden Grundstücke müssen bezahlen, auch ein ganzer Ortsteil kann zur Kasse gebeten werden.

Im neuen Landesschulamt verschmelzen nach Angaben des Kultusministeriums 17 Institutionen zu einer Behörde. „Überall gibt es engagierte Lehrkräfte und gute Schulen“, sagte Staatssekretär Ralph Alexander Lorz (CDU) am Samstag laut Mitteilung. „Deren Erfahrungen sollen nun systematisch gesammelt und das Wissen auch anderen zur Verfügung gestellt werden.“ Oppositionspolitiker im Landtag hatten das Amt unter anderem als Monsterbehörde kritisiert.

Mehr zum Thema

Quelle: LHE

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Kultusminister Lorz Alles andere wäre unredlich

Alexander Lorz tritt beim Thema Inklusion auf die Bremse. Es gebe kein Individualanspruch auf Inklusion, vielmehr solle der Wechsel schrittweise erfolgen. Er sieht kein Problem mit der Behindertenrechtskonvention. Mehr Von Matthias Trautsch, Wiesbaden

13.11.2014, 07:30 Uhr | Rhein-Main
Hessen Kampf gegen Analphabetismus

Das Land müsse mehr Geld für die Erwachsenenbildung bereitstellen, fordert die SPD im Landtag. Über die Bekämpfung des Analphabetismus kam es dann zum Wortwechsel zwischen CDU und SPD. Mehr Von Ralf Euler, Wiesbaden

15.11.2014, 19:02 Uhr | Rhein-Main
Hessen Mehr Geld für Verbraucherschutz

Hessen will dem Verbraucherschutz mehr Geld zuweisen. Das soll für mehr Personal bei den Verbänden sorgen, zudem soll per E-Mail beraten werden - aber auch das kostet den Verbraucher Geld. Mehr Von Petra Kirchhoff, Wiesbaden

10.11.2014, 13:12 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 29.12.2012, 12:57 Uhr

Jetzt ein Tag der offenen Tür

Von Rainer Schulze

Der Neubau der EZB ist deutlich teurer geworden als geplant, ein Luxusobjekt ist das Gebäude dennoch nicht. Das sollte die EZB zur Eröffnung allen Bürgern zeigen. Mehr 3 1