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Dienstag, 18. Juni 2013
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Hessentag 2012 in Wetzlar Bühnen, Buden, Besucherströme

 ·  Der Hessentag rückt besonders für die Hessen stetig die Stadt, innerhalb derer er statt findet, in den Mittelpunkt. Nun wurde der 52. Hessentag in Wetzlar eröffnet.

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Wetzlar im Ausnahmezustand: Der quirlige Hessentag bestimmt zehn Tage lang das Leben in der sonst eher gemütlichen Stadt an der Lahn.

Begleitet von einigen grauen Wolken ist am Freitag der Auftakt des 52. Hessentages in Wetzlar gefeiert worden. Mit der Altstadt im Rücken und mit Blick auf die Lahn eröffnete Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) offiziell das Landesfest, das Wetzlar bis zum 10. Juni in den Mittelpunkt rückt. Der Hessentag werde der Stadt „einen Schub für viele, viele Jahre geben“, sagte Bouffier.

Das Motto: „kulturell - lebendig - bunt“

Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) betonte, das größte Landesfest der Republik sei zwar eine Herausforderung für die Gastgeberstädte. Sie lohne sich aber. Ohne den Hessentag hätte es keine Millionenförderung für Infrastrukturprojekte gegeben. Zudem könne sich die Stadt an der Lahn nun mit all ihren Facetten einem großen Publikum vorstellen.

Unter dem Motto „kulturell - lebendig - bunt“ soll der Hessentag mit seinen mehr als 1.000 Veranstaltungen etwa eine Million Menschen anlocken. Über 2.000 ehrenamtliche Helfer sind dafür im Einsatz.

„Man sieht immer etwas Neues“

Bereits am Freitagvormittag setzte der stete Strom von Besuchern ein. Eine Frau aus Bad Vilbel reiste mit ihrer Freundin an: „Wir gehen jedes Jahr auf den Hessentag“, erklärte sie. „Die Atmosphäre gefällt uns und man sieht immer etwas Neues.“

Das Hessentagspaar Nina Becker und Florian Köhler zeigte sich zum Auftakt gut gelaunt - allerdings auch ein wenig aufgeregt, wie es gestand. Vor allem aber sei die Freude groß, dass das Fest endlich losgehe. Die wenigen Wolken über Wetzlar wollten die beiden nicht als schlechtes Omen werten. Und immer wieder ließ sich ja auch die Sonne blicken.

Das „Hesseneis“ sorgt für Abkühlung

Wer bei allen Angeboten des Landesfestes vorbeischauen will, muss gut zu Fuß sein oder in die Hessentagsbuslinie einsteigen: Die zahlreichen Bühnen, Imbissbuden, Verkaufsstände und Aktionsflächen ziehen sich durch die ganze City und die Altstadt sowie entlang der Lahn. Direkt am Fluss gelegene Biergärten laden zu einer gemütlichen Rast ein. Manche Händler bieten neben den üblichen Getränken und Bratwürsten auch Originelles an - „Hesseneis“ zum Beispiel.

Kurz hinter dem Bahnhof beginnt die erstmals organisierte „Straße der Bildung, Wissenschaft und Technik“, wo sich regionale Unternehmen, Ausbilder und Schulen präsentieren. Interessierte können Knobelspiele machen oder Maschinen testen. Die Polizei ist ebenso vertreten wie die Bundeswehr, die einen ganzen Gerätepark mit Panzern und einem Tornado ausstellt. Auch die Kirchen bieten Aktionen an. In der Landesausstellung präsentieren sich Ministerien, Parteien, Behörden und zahlreiche Unternehmen.

Man wolle „die Natur noch ein bisschen besser kennenzulernen“

Die große Sonderausstellung „Der Natur auf der Spur“ informiert über Hessens Flora und Fauna und lädt zu Mitmachaktionen ein. Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) sagte bei der Eröffnung, die Schau solle dazu beitragen, „die Natur noch ein bisschen besser kennenzulernen.“ Helfen kann dabei etwa auch ein Blick in ein großes Aquarium, in dem sich heimische Fische tummeln. Um Prävention geht es beim Sinnesparcours „Gewaltfrei leben“, den Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) eröffnete.

Der erste Publikumsmagnet sollte am Abend der Auftritt von Weltstar Elton John sein. Die Wetzlarerin Marlies Herbel wollte auf jeden Fall dorthin gehen. Sie mag den Hessentag in ihrer Stadt: „Es wurde deswegen viel investiert und es wird viel angeboten.“

Gemischte Gefühle hatte dagegen Sonja Waldschmidt: Sie wohne in der Altstadt und werde in der nächsten Zeit wohl erst einmal keine ruhigen Nächte haben. Auf der anderen Seite sei das Landesfest auch eine gute Sache. Man müsse die Nachteile eben tolerieren.

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