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„3,6 Millionen profitieren“ : Hessen-SPD lehnt Änderungen bei Mindestlohn ab

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„Wenn wir sagen, der Mindestlohn beträgt 8,50 Euro pro Stunde, dann hat diese Stunde 60 und nicht 90 Minuten“: Schäfer-Gümbel über Tricksereien beim Mindestlohn Bild: dpa

Die Hessen-SPD hält Änderungen am Mindestlohn für unnötig. Nicht übermäßige Bürokratie beim Mindestlohn sei das Problem, sondern die Versuche der Arbeitgeber zu tricksen, meint ihr Chef Schäfer-Gümbel.

          Vor dem Gipfel der großen Koalition hat die hessische SPD Änderungen am Mindestlohn abgelehnt. „3,6 Millionen Beschäftigte profitieren dem 1. Januar von dessen Einführung“, sagte der Landes-und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel in Wiesbaden.

          „Umso mehr ärgert uns, dass Teile unseres Koalitionspartners in Berlin versuchen, den Mindestlohn zu torpedieren und aufzuweichen.“ Für den Gipfel von CDU, SPD und CSU am Sonntag gebe es keinen Grund, das neue Gesetz zu verändern.

          „Die Stunde hat 60 Minuten“

          Nicht übermäßige Bürokratie beim Mindestlohn sei das Problem, sondern die Versuche der Arbeitgeber zu tricksen. „Wenn wir sagen, der Mindestlohn beträgt 8,50 Euro pro Stunde, dann hat diese Stunde 60 und nicht 90 Minuten“, sagte Schäfer-Gümbel.

          Bei der Sitzung der hessischen SPD-Landtagsfraktion forderte auch DFB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell strikte Kontrollen: „Es kann nicht sein, dass sich Unternehmer durch das Umgehen des Mindestlohns einen Wettbewerbsvorteil schaffen.“

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