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Zweiräder mit Elektromotor Der Minister schwärmt vom „E-Bike“

13.07.2009 ·  Bei einer Rallye am Edersee sind mehrere Motorroller, Motorräder und Fahrräder gegeneinander gefahren. Dabei ging es um den Werbeeffekt für Zweiräder mit Elektromotor. Verkehrsminister Tiefensee zeigte sich angetan: „Das funktioniert!“

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Mit einer „E-Bike-Rallye“ hat Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) für Motorräder mit Elektroantrieb geworben. Die Technologie sei schon weit fortgeschritten und bereits alltagstauglich, sagte Tiefensee in Hemfurth am Edersee. „Das funktioniert. Und wir müssen dem in Deutschland zum Durchbruch verhelfen. Dann können wir diese umweltschonende Technik nicht nur nutzen, sondern auch verkaufen.“ Die Patente kämen fast alle aus Deutschland. „Das ist die Nation der Ingenieure. Nutzen wir das also!“

Bei dem Rennen traten mehrere Motorroller, Motorräder und Fahrräder mit Hilfsmotor gegeneinander an - alle mit elektrischem Strom statt Benzin angetrieben. Von der Staumauer des Edersees ging es über Schloss Waldeck nach Bad Wildungen. Das sind zwar nur gut 20 Kilometer, es war aber ein beträchtlicher Höhenunterschied zu bewältigen. Dem Veranstalter ging es dabei nicht um Platzierungen, sondern um den Werbeeffekt. Mit dabei war auch ein E-Motorrad von drei Nordhessen, das nach ihren Angaben mit 240 Kilometern in der Stunde das schnellste Elektromotorrad der Welt ist.

„Das wäre ein Verkaufsschlager“

„Beim Auto zweifelt niemand, dass der Elektroantrieb die Zukunft ist. Nur bei Zweirädern hat sich das noch nicht rumgesprochen, obwohl diese Technologie gerade dafür geeignet ist“, sagte der Vorstandschef der Eon Energie AG, Klaus-Dieter Maubach. „Das wäre ein Verkaufsschlager, den wir Deutschen uns nicht aus der Hand nehmen lassen dürfen.“ Neben dem Umweltaspekt wäre auch der Preis interessant: „Beim Benzinauto kosten 100 Kilometer heute zehn, zwölf Euro. Beim Elektroauto sind es drei.“

Tiefensee sagte, dass neben den Batterien die Infrastruktur die drängendste Frage sei. „Wir brauchen Tankstellen! Die Reichweite bleibt noch das wichtigste Problem. Da gibt es viele Fragen zu klären, deshalb fördern wir die Forschung und Entwicklung mit mehreren Millionen Euro, auch aus dem Konjunkturpaket.“ Allerdings müsse sein Ministerium darauf achten, dass mit zu hohen Fördergeldern die Forschung nicht zu sehr gelenkt werde: „Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht mit einem goldenen Zügel in die Sackgasse fördern.“

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