27.05.2009 · Das Parteiordnungsverfahren gegen SPD-„Abweichlerin“ Tesch ist abgeschlossen. Doch nun will der SPD-Ortsverein Rauschenberg den Parteiausschluss der Ypsilanti-Kritikerin durchsetzen. Zum Ärger der SPD im Kreis Marburg-Biedenkopf.
Von Ralf Euler, WiesbadenDer SPD-Ortsverein Rauschenberg im Kreis Marburg-Biedenkopf besteht auf dem Parteiausschluss der früheren Landtagsabgeordneten Silke Tesch. Sie hatte sich im vergangenen November gemeinsam mit drei anderen Abgeordneten geweigert, die damalige Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin und Chefin einer von der Linkspartei unterstützten rot-grünen Minderheitsregierung zu wählen. In einem Schreiben an die zuständige Schiedskommission der Partei lehnt der Ortsverein die gegen Tesch ausgesprochene Rüge als unzureichend ab.
Der SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel zeigte sich hierüber überrascht und verärgert; der Vorsitzende des SPD-Bezirks Hessen-Nord, Manfred Schaub, betonte, dass der Schritt des Ortsvereins nicht die Meinung des Parteibezirks widerspiegele. Tesch selbst äußerte, sie habe gehofft, dass in der Auseinandersetzung um ihr Verhalten im vergangenen Jahr „langsam Vernunft einkehrt“.
Die CDU im Landtag forderte Schäfer-Gümbel auf, einzugreifen und die Parteiordnungsverfahren gegen Tesch und den früheren stellvertretenden SPD-Landesvorsitzenden Jürgen Walter zu stoppen. Schäfer-Gümbel wies darauf hin, dass er keine Möglichkeit habe, auf das parteiinterne Verfahren Einfluss zu nehmen.
Ortsverein Rauschenberg
Peter Weingartz (PeterWeingartz)
- 27.05.2009, 19:33 Uhr
Hochkantig rausgeschmissen
heinz peter (pitiplatsch)
- 27.05.2009, 22:38 Uhr