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Zu Tode gequältes Baby Sozialarbeiterin: Keine Verletzungen bei Siri bemerkt

12.10.2010 ·  Weil sie Verletzungen der von ihren Eltern zu Tode gequälten Siri ignoriert haben soll, steht eine Mitarbeiterin des Wetzlarer Jugendamtes vor Gericht. Sie hat bei dem Baby nach eigenen Angaben keine Verletzungen gesehen.

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Eine im Fall Siri angeklagte Mitarbeiterin des Jugendamtes Wetzlar hat bei dem Baby nach eigenen Angaben keine Verletzungen gesehen. „Ich habe bis auf ein Pflaster auf der Stirn keine Verletzungen wahrgenommen oder wahrnehmen können“, sagte die 29 Jahre alte Frau zum Auftakt des Prozesses am Dienstag vor dem Amtsgericht Wetzlar.

Bei ihrem Besuch der Familie in der mittelhessischen Stadt Mitte April 2008 habe sie „eigentlich einen guten Eindruck“ gehabt. Zwei Wochen später starb das acht Monate alte Mädchen - die Eltern hatten ihm nach monatelangen Misshandlungen den Schädel zertrümmert.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten Körperverletzung durch Unterlassen vor. Die Mitarbeiterin des Jugendamts habe die Verletzungen des Mädchens bemerkt, es aber aus „eigensüchtigen Motiven“ nicht zum Arzt gebracht. Diesen Vorwurf wies die Verteidigung entschieden zurück. Der Frau drohen bis zu fünf Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

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Von Mechthild Harting

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