http://www.faz.net/-gzg-8zupx

Hessen : Weniger Infektionen mit multiresistenten Keimen

  • Aktualisiert am

Gefährliche Keime: Eine Petrischale mit MRSA-Keimen, mit denen sich immer weniger Menschen in Hessen infizieren. Bild: dpa

In Hessen ist die Zahl der Infektionen mit multiresistenten Keimen weiter rückläufig, so das hessische Sozialministerium. Im Vergleich zu 2012 gab es fast halb so viele gemeldete Patienten.

          Die Zahl der gemeldeten Infektionen mit multiresistenten Keimen ist in Hessen im Jahr 2016 abermals rückläufig gewesen. Das geht aus einer Antwort des Sozialministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor. Demnach wurden den Behörden im vergangenen Jahr 159 Fälle bekannt, acht weniger als ein Jahr zuvor. Im Jahr 2012 waren noch 298 Patienten gemeldet worden, die sich mit dem Bakterium MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) infiziert hatten.

          Laut Ministerium werden Menschen erfasst, bei denen ein Keim direkt im Blut oder in der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit nachgewiesen wurde. Ergebe sich eine Häufung, würden allerdings auch solche Fälle aktenkundig, bei denen ein Mensch nur von dem Keim besiedelt, jedoch nicht erkrankt ist.

          Frankfurter Fall sorgte für Aufsehen

          Es gebe mehrere Gründe, weshalb eine Infektion womöglich nicht in der Statistik auftauche, heißt es in der Antwort. So müsse zunächst der Verdacht bestehen - und dann noch die Diagnose gelingen. Außerdem sei davon auszugehen, dass es viele „Keimträger“ gibt, die nicht erkranken.

          In diesem Jahr hatte ein Fall aus Frankfurt für Aufsehen gesorgt. An der dortigen Uniklinik waren multiresistente Bakterien vom Typ Klebsiella pneumoniae bei fünf Patienten nachgewiesen worden. Die Intensivstation musste wegen des gefährlichen Keims, gegen den kein Medikament hilft, deshalb zwischenzeitlich geschlossen werden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Heimliche Mitschnitte : Trump attackiert seinen früheren Anwalt

          Donald Trump hat in der Schweigegeld-Affäre schwere Vorwürfe gegen seinen früheren Anwalt und die Ermittler erhoben. Dass Michael Cohen während eines Gesprächs mit Trump heimlich einen Mitschnitt gemacht habe, sei „vielleicht illegal“, twitterte Trump.

          Scholz bei G-20-Treffen : Für einen freien Handel

          In Buenos Aires treffen sich die Finanzminister der führenden Wirtschaftsnationen. Für Deutschland reist Olaf Scholz nach Argentinien – und pariert sogleich Trumps Währungsmanipulationsvorwürfe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.