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Virologe für Wirkstoff-Verstärker Bisher 1100 Schweinegrippe-Fälle in Hessen

 ·  Die Schweinegrippe bleibt in Hessen auf dem Vormarsch. Eine Woche vor Beginn der Impf-Kampagne sind 1100 Infektionen dieser Art bekannt. Im Streit um Wirkstoff-Verstärker in Impf-Seren sieht der Marburger Virologe Becker einen Vorteil in solchen Zusätzen.

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Das erstmals im April in Mexiko und den Vereinigten Staaten aufgetretene Schweinegrippevirus ist in Hessen bisher in gut 1100 Fällen nachgewiesen worden. Keine der Erkrankungen war gravierend. Die Symptome entsprechen denen der saisonalen Grippe: Fieber, Atemwegsbeschwerden und Gliederschmerzen. Tödliche Fälle sind bisher selten; gestorben sind vor allem Menschen mit Vorerkrankungen.

Andererseits können sich Menschen mit dem Virus anstecken und es verbreiten, ohne selbst Symptome zu entwickeln. Übertragen wird das Virus vom Typ H1N1 per Tröpfcheninfektion etwa beim Niesen und Husten und beim Händeschütteln. Der Rat der Experten: In die Armbeuge niesen und husten statt in die Hände und immer wieder Händewaschen.

Impfungen beginnen am 26. Oktober

Im Streit um Wirkstoff-Verstärker im Impfserum hat der Marburger Virologe Stephan Becker zu Wort gemeldet. Er sieht einen Vorteil für den Schweinegrippe-Impfstoff mit Wirkstoff-Verstärker. Es gebe Anzeichen, dass dieser Impfstoff auch gegen Subtypen des Virus wirke, sagte Becker bei der Vorstellung des hessischen Impfprogramms. Allerdings gebe es mehr mögliche Nebenwirkungen als bei dem Impfstoff ohne Verstärker, sagte der Mediziner von der Universität Marburg. Er nannte als Beispiele Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle. Schwerwiegend seien sie nicht.

Bundeswehr und anderer Bundeseinrichtungen erhalten einen Impfstoff ohne Verstärker. Hessens Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) hofft trotz der Diskussion darüber, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Die Impfungen starten bundesweit am 26. Oktober.

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