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Streit um weitere Panne Fast alle Abiturienten wiederholen Mathe-Prüfung

27.04.2009 ·  Fast alle hessischen Abiturienten wollen ihre Mathematik-Prüfung am nächsten Donnerstag wiederholen. Ministerin Henzler sieht sich nach einer weiteren Panne in der Kritik. Da einzelne Lehrer gegen einen Erlass Henzlers ihren Schüler die Noten in der ersten Klausur mitgeteilt haben, sprechen die Grünen im Landtag von „Chaos“.

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Fast alle hessischen Abiturienten wollen ihre Mathematik-Prüfung wiederholen. Für den Wiederholungstermin am nächsten Donnerstag hätten sich rund 16.000 Schüler angemeldet, berichtete das Kultusministerium in Wiesbaden. Das seien 98 Prozent der Abiturienten. Beim Mathematik-Abitur im März waren zum Teil fehlerhafte Aufgaben gestellt worden. Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) hatte daraufhin allen Schülern erlaubt, am kommenden Donnerstag eine zweite Klausur zu schreiben. Gewertet wird die Prüfung mit dem besseren Ergebnis.

Vor der Wiederholung der Abitur-Klausuren im Fach Mathematik werfen Schülervertreter dem hessischen Kultusministerium derweil Ungleichbehandlung vor. An vielen Schulen in Hessen seien die Noten der ersten Prüfung bekanntgegeben worden, obwohl Ministerin Dorothea Henzler (FDP) dies per Erlass untersagt habe, kritisierte der Frankfurter Stadtschulsprecher Eric-Jan Krausch. Er bestätigte damit Medienberichte, nach denen an rund der Hälfte der Frankfurter Gymnasien Lehrer die Ergebnisse mitgeteilt hätten. Daraus entstünden Nachteile für jene, die ihr Ergebnis nicht wüssten.

Grüne sehen „Chaos“ im Ministerium

Der Landesverband der Vereinigung der Oberstudiendirektoren wies dies zurück. Es sei davon auszugehen, dass die Schulen sich sehr wohl an die eindeutige Anweisung des Kultusministeriums hielten und „sehr wohl verantwortlich und in korrekter Weise handeln“, heißt es in einer Mitteilung des Verbands vom Sonntag. Verbands-Chef Volker Räuber sagte, für viele Schulen seien bei den Mathematik-Klausuren die Zweitkorrekturen noch nicht abgeschlossen.

Stadtschulsprecher Krausch sprach hingegen von „einem hessenweiten Problem“. Der Grünen-Landtagsabgeordnete Mathias Wagner forderte Aufklärung in dem „vom Kultusministerium angerichteten Chaos“. Sollte es zu einer erneuten Panne beim Zentralabitur gekommen sein, müsse Henzler umgehend sagen, wie die Chancengleichheit wieder hergestellt werden könne. Henzler bekräftigte unterdessen nach Angaben ihres Ministeriums die Anweisung an die Lehrer, die Noten der ersten Prüfung nicht vorzeitig bekanntzugeben. An vielen Schulen seien die Arbeiten noch nicht korrigiert.

Beim Mathematik-Abitur waren im März zum Teil fehlerhafte Aufgaben gestellt worden. Henzler hatte daraufhin allen Schülern erlaubt, am kommenden Donnerstag eine zweite Klausur zu schreiben. Gewertet wird die Prüfung mit dem besseren Ergebnis.

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