Immer mehr Steuersünder mit Geld im Ausland melden sich mit Selbstanzeigen bei den hessischen Finanzämtern. Bisher seien 330 derartige Anzeigen gestellt worden, teilte das Finanzministerium in Wiesbaden mit. Ende vergangener Woche waren erst 113 solcher Vorgänge bekannt. Die Bürger reagieren damit offenbar auf die drohende Auswertung von gestohlenen Steuerdaten aus der Schweiz.
Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) hob hervor, für Selbstanzeigen sei es noch nicht zu spät. Hinweisen auf den Datenträgern auf Steuersünder, die diesen Weg nicht wählten, werde Hessen mit aller Härte nachgehen.
Schwerpunkt im Großraum Frankfurt
Bei den Selbstanzeigen gibt es ein deutliches Süd-Nord-Gefälle. Allein in Hessens größter Stadt Frankfurt haben sich bisher 40 Steuersünder bei den Finanzämtern gemeldet. Im nahen Bad Homburg waren es 34, in Darmstadt 33 und in Hofheim am Taunus 25. In Nordhessen zeigten sich dagegen in den Städten und Kreisen nur vereinzelte Bürger selbst an.
Am vergangenen Donnerstag hatten erst 113 solcher Anzeigen vorgelegen und am 5. Februar 27. Bei einer solchen Anzeige muss der Betroffene nur Steuern und Zinsen nachzahlen. Eine Strafe droht nicht - vorausgesetzt, der Fall ist den Behörden noch nicht bekannt.
ja die Nordhessen..........
Ronald Glas (soondecember)
- 16.02.2010, 21:14 Uhr
Fehleinschätzung
Horst Griepenstroh (knackebusch)
- 18.02.2010, 22:06 Uhr

