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Schweinegrippe Pläne für Impfungen immer noch „in Arbeit“

14.10.2009 ·  Weniger als zwei Wochen vor dem geplanten Beginn der Impfungen gegen die Schweinegrippe stehen Einzelheiten zu Ablauf und Zielgruppen in Frankfurt und Hessen noch nicht fest. Unklar ist, wer sich impfen lassen sollte. Risikopatienten werden aber vom 26. Oktober an immunisiert.

Von Caren Langer
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Weniger als zwei Wochen vor dem geplanten Beginn der Impfungen gegen die Schweinegrippe stehen Einzelheiten zu Ablauf und Zielgruppen in Frankfurt und Hessen noch nicht fest. Unklar ist, wer sich impfen lassen sollte, welche Mediziner jene Menschen immunisieren werden, die nicht zu einer der Risikogruppen gehören, und wann diese Impfungen beginnen können. Die Impfkampagne für vorrangig zu schützende Personen solle am Montag, 26. Oktober, gestartet werden, bestätigte der stellvertretende Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, auf Anfrage.

Das hessische Gesundheitsministerium, auf dessen Weisung das Gesundheitsamt arbeitet, teilte mit, Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) werde in der nächsten Woche das Impfkonzept des Landes vorstellen. Allen Bürgern, die sich gegen die Schweinegrippe schützen wollen, solle eine Immunisierung ermöglicht werden. Ob diese aber beim Hausarzt oder bei den Gesundheitsbehörden vorgenommen wird und von welchem Datum an auch Personen ohne erhöhtes Risiko die Impfung bekommen können, werde noch nicht bekanntgegeben. Ein Sprecher sagte, das Gesamtkonzept sei „noch in Arbeit“.

Etwa 150.000 Patienten allein in Frankfurt

Laut Gottschalk hat das Frankfurter Gesundheitsamt einen Plan erarbeitet, nach dem zuerst Gesundheitspersonal geimpft werden wird. Die Mitarbeiter des Amts immunisieren niedergelassene Ärzte und ihr Personal, die Betriebsärzte von Krankenhäusern deren Angestellte. Zu den vorrangig zu impfenden Berufsgruppen gehören außerdem Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Insgesamt umfasst diese Zielgruppe in Frankfurt etwa 25.000 Personen. Ebenfalls Vorrang haben Patienten, die zum Beispiel an chronischen Krankheiten der Atemwege, an Diabetes oder Immundefekten leiden. Nach Angaben des hessischen Gesundheitsministeriums sollen sie ebenfalls vom 26. Oktober an geimpft werden, allerdings von den Hausärzten. Dies betrifft nach einer Schätzung des Gesundheitsamts in Frankfurt etwa 150.000 Patienten.

Inzwischen nimmt das Gesundheitsministerium an, dass für Menschen im Alter zwischen zehn und 60 Jahren eine einfache Impfung ausreichen wird. Bisher stand dies nicht fest, da der Hersteller empfahl, drei Wochen nach der ersten eine zweite Dosis zu verabreichen.

Ebenfalls nicht klar war bisher, ob Schwangere sich mit dem Serum Pandemrix impfen lassen sollten, das verstärkende Zusatzstoffe und Konservierungsmittel enthält und zu dessen Wirkung auf werdende Mütter noch keine ausreichenden Daten vorliegen. Allerdings ist das von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut für Schwangere empfohlene Serum ohne Zusätze in Deutschland bisher nur für Angehörige der Bundeswehr erhältlich. Das hessische Gesundheitsministerium rät Schwangeren deshalb, vor allem wenn chronische Grunderkrankungen vorliegen, zu einer Impfung mit Pandemrix in Absprache mit dem Gynäkologen.

Für Kinder, die jünger als zehn Jahre sind, hat das Ministerium noch keine Empfehlung herausgegeben. Das Frankfurter Gesundheitsamt empfiehlt die Impfung für Kinder unter 14 nur, wenn Begleiterkrankungen bestehen. clan.

Informationen über die Schweinegrippe gibt es bei der Hotline des Frankfurter Gesundheitsamts montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr unter der Nummer 069/21 27 08 00.

Quelle: F.A.Z.
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