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Rüsselsheim Erleichterung über Kehrtwende des Opel-Mutterkonzerns

16.06.2010 ·  Überraschende Wende im Opel-Poker: Die US-Mutter General Motors wird die deutsche Tochter nun doch komplett aus eigenen Mittel sanieren, die Anträge auf Bürgschaften zog der Autobauer zurück. Die hessische Landesregierung reagiert darauf verhalten.

Von Hanns Mattes, Rüsselsheim
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Die hessische Landesregierung hat verhalten auf die Entscheidung des Mutterkonzerns General Motors (GM) reagiert, Opel aus eigener Kraft zu sanieren. „Mit der gebotenen Sachlichkeit“ haben Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) auf die Ankündigung des Konzerns reagiert. Man erwarte von GM und Opel nun, dass sie Opel ohne Werksschließungen oder Entlassungen weiter entwickelten.

Aus Sicht der Arbeitnehmervertreter des Rüsselsheimer Automobilherstellers bedeutet die Entscheidung von General Motors vor allem, dass nach eineinhalb Jahren die Unsicherheit für die Belegschaft ein Ende gefunden hat: „Durch diese Entscheidung beendet General Motors den Schwebezustand, der bei Kunden und Händlern zur Verunsicherung geführt hat“, ließ der Konzernbetriebsrat am Mittwoch verlauten.

Reilly: Keine weiteren zeitaufwendigen Verhandlungen

Außerdem verwies er darauf, dass die Zusagen für die Standorte, Investitionen und Beschäftigten „rechtsverbindlich sind und bleiben“. Damit bezieht sich der Betriebsrat auf eine Vereinbarung mit dem Management: Durch Lohnverzicht leisten die Beschäftigten bis 2014 einen Sanierungsbeitrag in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro. Dafür bleiben mit Ausnahme des Werks in Antwerpen alle Opel-Fabriken erhalten.

Kurz vor 14 Uhr hatte General Motors am Mittwoch mitgeteilt, dass man keine Bürgschaften für die Sanierung von Opel in Anspruch nehmen wolle. Opel-Chef Nick Reilly begründete den Schritt später in einer Telefonkonferenz unter anderem mit dem Hinweis, das Unternehmen könne sich keine weiteren zeitaufwendigen Verhandlungen erlauben. Laut Reilly plant GM keine Werksschließungen in Deutschland.

Ein weiteres Motiv für die Kehrtwende von General Motors hatte in einem Rundfunkinterview Volker Hoff, ehemals hessischer Euorpaminister und nun Chef-Lobbyist von Opel, genannt: Man wolle den Mitbewerbern nicht das Argument liefern, der Kunde solle wegen der ungewissen Zukunft der Marke lieber keinen Opel kaufen.

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