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Regionalflughafen : Land bei Kassel-Calden optimistisch

Problemflughafen: Das Land Hessen ist zuversichtlich, was die Zukunft von Kassel-Calden angeht. Bild: dpa

Die schwarz-grüne Landesregierung hält den Sparplan für den Flughafen Kassel-Calden für realistisch. In diesem Jahr wird mit Bezuschussungen in Höhe von fünf Millionen Euro gerechnet.

          Die Landesregierung ist zuversichtlich, dass der von der CDU/Grünen-Koalition vorgegebene Pfad zur Defizitreduzierung am Flughafen Kassel-Calden eingehalten werden kann. Er halte einen Betrieb ohne Zuschüsse der Anteilseigner – das Land, die Stadt und der Kreis Kassel sowie die Gemeinde Calden – grundsätzlich für möglich, heißt es in der Antwort von Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) auf eine parlamentarische Anfrage der Linkspartei.

          Ralf Euler

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Um das zu erreichen soll, wie im Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen vereinbart, der vom Land zu tragende Anteil am Defizitausgleich vom nächsten Jahr an um zehn Prozent jährlich sinken. Dies könne, betont Schäfer, sowohl durch Einsparungen als auch durch die Beteiligung privater Dritter erreicht werden.

          6,8 Millionen Euro Verlust in 2013

          Im vergangenen Jahr machte die Flughafen GmbH Kassel-Calden nach Angaben des Finanzministeriums einen Verlust von fast 6,8 Millionen Euro. Entsprechend der Gesellschaftsanteile übernahm das Land einen Betrag von rund 4,6 Millionen Euro, die Stadt und der Landkreis Kassel mussten jeweils knapp 900.000 Euro zahlen, die Gemeinde Calden musste etwa 400.000 Euro besteuern. In diesem Jahr sei eine Begrenzung des Defizits auf acht Millionen Euro realistisch, schreibt Schäfer. Für die Zukunft setze er auf ein verringertes Jahresdefizit durch Einsparungen und eine höhere Auslastung des Flughafens. Optimistisch stimme ihn dabei das Angebot wöchentlicher Flugverbindungen von Calden nach Fuerteventura und Antalya im nächsten Winterflugplan.

          Nach Angaben des Finanzministeriums entstanden in Calden im vergangenen Jahr Kosten für hoheitliche Aufgaben wie Zoll, Polizei, Flugsicherung und Feuerwehr in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro. In diesem Jahr ist nach Angaben des Finanzministeriums mit Aufwendungen von knapp fünf Millionen Euro zu rechnen. Diese Kosten würden bisher vollständig vom Land getragen, allerdings erhalte es für die Fluggast- und Gepäckkontrollen die Einnahmen aus der Luftsicherheitsgebühr in Höhe von zehn Euro je abfliegenden Passagier. Derzeit wird Schäfer zufolge mit den Mitgesellschaftern des Flughafens über die „angemessene Beteiligung“ an den Kosten der hoheitlichen Aufgaben verhandelt.

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