21.04.2009 · Der Fall aus der Untersuchungshaft entlassenen No-Angels-Sängerin erreicht nun auch den hessischen Landtag. Die Grünen warfen Justizminister Hahn (FDP) vor, die Rechte von Nadja Benaissa nicht geschützt zu haben.
Der Fall aus der Untersuchungshaft entlassenen No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa erreicht nun auch den hessischen Landtag. Die Grünen warfen nach einem Bericht des Hessischen Rundfunks Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) vor, die Rechte von Benaissa nicht geschützt zu haben.
Es sei „skandalös“, dass die Sängerin in der Öffentlichkeit verhaftet und die Medien von der Staatsanwaltschaft über ihre HIV-Infektion informiert worden seien, sagte der Abgeordnete Andreas Jürgens dem Radiosender HR-Info. Das Justizministerium könne den Staatsanwaltschaften Weisungen erteilen. Hahn sei „nahezu verpflichtet, hier mäßigend einzugreifen“.
Eine Sprecherin des Justizministeriums verwies gegenüber dem HR auf die Unabhängigkeit der Justiz. Die Grünen wollen nun im Rechtsausschuss des Landtags Auskunft von Hahn über den Fall verlangen. Die No-Angels-Sängerin war am Dienstag nach mehreren Tagen Untersuchungshaft wieder auf freien Fuß gekommen. Obwohl sie von ihrer HIV-Infektion wusste, soll sie einen Mann bei ungeschütztem Sex angesteckt haben (No-Angels-Sängerin aus Haft entlassen).
Die Grünen und "Rechte"
Klaus D. Wolf (LaoK)
- 22.04.2009, 02:25 Uhr