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Prozess Massenhaft kinderpornographische Bilder aus dem Netz heruntergeladen

 ·  Ein 48 Jahre alter Mann aus Dreieich bei Offenbach hat vor Gericht gestanden, massenweise Kinderpornos aus dem Internet heruntergeladen zu haben. Der wegen Kindesmissbrauchs vorbestrafte Mann steht seit Montag vor dem Darmstädter Landgericht.

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Ein 48 Jahre alter Mann aus Dreieich bei Offenbach hat vor Gericht gestanden, massenweise Kinderpornos aus dem Internet heruntergeladen zu haben. Der wegen Kindesmissbrauchs vorbestrafte Mann steht seit Montag vor dem Darmstädter Landgericht. Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden hat er rund 400 000 Bilder, 5000 Filme und 38 000 Textdateien über ein spezielles Tauschprogramm heruntergeladen. Er habe die Bilder genutzt, „um weitere reelle Übergriffe auf Kinder“ zu verhindern, sagte der 48 Jahre alte Mann Gericht. Er habe „schon immer Bezug zu Kindern“ gehabt.

Das Verfahren ist der zweite große Kinderpornoprozess vor dem Landgericht Darmstadt innerhalb weniger Monate. Im ersten Verfahren waren neun Männer angeklagt, rund 100 000 Dateien mit kinderpornografischem Material heruntergeladen und getauscht zu haben. Dazu hatten sie Internettreffpunkte eingerichtet. Der Prozess galt wegen der immensen Datenmenge als einer der bundesweit größten.

Immense Dateimengen heruntergeladen

Der 48 Jahre alte Industriekaufmann aus Dreieich soll ein spezielles Tauschprogramm im Internet genutzt haben. Dieses Programm habe weltweit über eingegebene Suchbegriffe nach Material gesucht, erläuterte ein Polizeibeamter am Montag. Damit habe der Nutzer Zugriff auf alle Rechner, die dieses Programm ebenfalls anwenden. So sei der Angeklagte an die immensen Dateimengen gekommen, erklärte der Beamte. „Das waren Massen, mehr als das Übliche, das man so kennt“, beschrieb der Polizist die Dateien.

Die Ermittler seien dem Angeklagten durch Zufall auf die Schliche gekommen, erläuterte Staatsanwältin Katia Schick am Montag. Das Tauschprogramm, das der Angeklagte nutzte, sei in dem Moment, in dem es Daten herunterlade, grundsätzlich für Dritte zugänglich. Die Ermittler hätten sich diesen Umstand zunutze gemacht und nach Computern gesucht, die kinderpornografisches Material herunterluden. So seien sie auf den 48 Jahre alten Mann gestoßen. „Da der Angeklagte zumindest im Moment des Herunterladens das kinderpornografische Material automatisch auch für andere zugänglich gemacht hat, haben wir nicht nur den Besitz, sondern auch die Verbreitung angeklagt“, sagte Staatsanwältin Schick.

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