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Neues Elefantenhaus im Opel-Zoo Ein Viertel der Kosten ist beisammen

07.02.2010 ·  Der Opel-Zoo in Kronberg sammelt für ein neues Elefantenhaus und freut sich über einen Förderbescheid der Flughafenstiftung.

Von Bernhard Biener, Kronberg
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Die Brötchen sind am Freitag für die dickhäutigen Damen zwar interessanter gewesen als die dunkel gekleideten Herrschaften jenseits des Grabens, der ihr Reich von den Besuchern trennt. Aber ein wenig schien Zimba die Bedeutung des Moments zu ahnen. Wie bestellt, reckte sie immer wieder ihren Rüssel in die Höhe und blies Atemwolken in die Winterluft. Solange es nicht regnet, macht den Elefanten die Kälte zwar wenig aus. Doch wenn sie einen Tag in ihrem Stall verbringen müssen, sind die Tiere angekettet. Damit sich das möglichst schnell ändert, hat der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) am Freitag einen Förderbescheid der Flughafenstiftung in Höhe von 337 608 Euro überbracht. Das Geld ist für ein neues Elefantenhaus gedacht, für das der Opel-Zoo laut Direktor Thomas Kauffels demnächst den Bauantrag einreichen will.

Wann die Errichtung eines neuen Zuhauses für Hessens einzige Elefanten tatsächlich beginnen kann, ist vor allem eine Frage des Geldes. 12,7 Millionen Euro sind für das Bauwerk veranschlagt. Ein Viertel der Summe habe die von Opel Hessische Zoostiftung inzwischen beisammen, sagte Kauffels. „Ab der Hälfte geht’s los.“ Um die nötigen Spenden zu sammeln, wirbt Koch seit einem Jahr für das Projekt. „Wir wollen mit dem Förderbescheid andere provozieren, auch etwas zu tun“, sagte der Schirmherr. Das sei gerade in diesen Zeiten wichtig. Der Zoo sei auch auf private Förderer angewiesen.

Immer wieder tödliche Unfälle

Die Flughafenstiftung werde aus der Dividende der Flughafengesellschaft finanziert und leiste einen Beitrag, um die Belastungen durch den Flughafen auszugleichen, sagte der Ministerpräsident. Neben der Bewahrung des kulturellen Erbes der Region und der Förderung von Projekten des bürgerlichen Engagements und des sozialen Zusammenhalts bildeten Nachhaltigkeit und Biodiversität das dritte große Aufgabengebiet der Stiftung.

Die Förderung der Flughafenstiftung ist innerhalb des neuen Elefantenhauses konkret für ein neues Haltungssystem für Elefanten gedacht. Der Betrag ergibt sich, weil zwei Drittel der Kosten finanziert werden. Beim sogenannten geschützten Kontakt werden die Tiere so trainiert, dass sie zum Beispiel ihre Füße durch Öffnungen in massiven Stahlwänden stecken, wenn sie behandelt werden müssen. „Der Pfleger muss nicht mehr direkt an das Tier heran“, erläuterte Kauffels. Denn Elefanten seien die gefährlichsten Tiere in Zoos, und immer wieder komme es zu tödlichen Unfällen.

Derzeit leben im Opel-Zoo drei Elefantenkühe. Wenn die neue Anlage fertig ist, soll die Herde auf vier Kühe und einen Bullen erweitert werden. Für die Zeit der „Must“, in der das männliche Tier besonders aggressiv wird, kann es von den Kühen getrennt gehalten werden. Dafür wird es eigene Laufflächen geben.

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Jahrgang 1964, Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

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