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Mehr Sauberkeit und Service : Modernisierungskur für hessische Bahnhöfe

  • Aktualisiert am

Daueraufgabe: Bahnhöfe müssen ständen sauber gehalten werden - hier Mäharbeiten in Dreieich im Jahr 2008 Bild: Michael Kretzer

Besserer Zugang für Menschen im Rollstuhl oder mit Kinderwagen, mehr Informationen über Verspätungen und Gleiswechsel: Die Bahnhöfe in Hessen bekommen ein Verschönerungsprogramm. Eine halbe Milliarde Euro wird dafür aufgebracht.

          Die Bahnhöfe in Hessen sollen kundenfreundlicher, sauberer und barrierefreier werden. Dafür investiert die Deutsche Bahn bis 2021 rund 530 Millionen Euro. Auch kleinere Bahnhöfe werden berücksichtigt. Noch in diesem Jahr starten acht Bau- und Modernisierungsprojekte in Bickenbach, Darmstadt-Eberstadt, Stockstadt, Gernsheim, Biebesheim, Raunheim, Weiterstadt und Biblis, wie Susanne Kosinsky, die zuständige Regionalbereichsleiterin für Station und Service, am Donnerstag mitteilte.

          Unter anderem werden die Bahnhöfe durch Aufzüge oder Anpassung von Bahnsteigen besser auf die Bedürfnisse von Menschen mit eingeschränkter Mobilität ausgerichtet. Es gehe darum, „die Aufenthaltsqualität in Bahnhöfen zu verbessern“, sagte Kosinsky. So sollten vor allem an den besucherstarken Bahnhöfen die Sanitäranlagen „frischer und einladender“ werden. Per App können Reisende künftig Verschmutzungen melden.

          Umbau des Frankfurter Hauptbahnhofs

          Neben Eigenmitteln der Bahn gibt es für das Bahnhofsprogramm Gelder vom Land, vom Bund und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV).

          In den Investitionen ist auch der geplante umfangreiche Umbau des Frankfurter Hauptbahnhofs enthalten, der bis 2022 abgeschlossen sein soll. Mit durchschnittlich 460.000 Reisenden und Besuchern am Tag ist er zugleich der größte Bahnknotenpunkt in Hessen. Wann der Umbau offiziell beginnt, sei aber weiter unklar. Die Frankfurter S-Bahn-Station Konstablerwache und der Regional-Bahnhof am Flughafen gehören auch zu den Stationen, die bis 2021 modernisiert werden sollen.

          In Kassel-Wilhelmshöhe wird erstmals eine neue DB Information als moderner Empfangsschalter öffnen - bundesweit sollen alle 82 existierenden DB-Informationen ausgetauscht werden. Neu sind auch Kundenmonitore zur Unterstützung der persönlichen Beratung. An Selbstbedienungsterminals wird es außerdem möglich sein, Online-Tickets oder Bescheinigungen bei Verspätungen zu erhalten.

          Insgesamt gibt es 429 Personenbahnhöfe in Hessen, davon rund 50 größere mit einem eigenen Empfangsgebäude. Bisher sind 281 Bahnhöfe stufenfrei. Bis 2020 sollten 31 kleine Bahnhöfe im ländlichen Raum mit weniger als 1000 Reisenden am Tag barrierefrei ausgebaut werden, sagte Kosinsky. Der Schwerpunkt liege auf Stationen, bei denen der Bedarf für barrierefreien Zugang besonders groß ist, etwa in der Nähe von Altersheimen oder Werkstätten für behinderte Menschen.

          Quelle: dpa

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