15.07.2010 · Zwei Großbrände in Mainz und in Fulda haben einen Recycling-Betrieb und eine Lackfabrik schwer beschädigt. In der osthessischen Stadt entstand ein Millionenschaden. Ob die Feuer durch Blitzschläge ausgelöst wurden, ist offen.
In einer Mainzer Recycling-Firma sind am Mittwochabend mehrere hundert Tonnen lackiertes Altholz und Gewerbemüll in Brand geraten. Meterhohe Flammen schlugen aus dem brennenden Abfall im Stadtteil Mombach, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag berichtete. Die Rauchsäule sei kilometerweit sichtbar gewesen. Mehr als 100 Feuerwehrleute kämpften bis in die frühen Morgenstunden gegen die Flammen. Verletzt wurde niemand.
Anwohner wurden auch im benachbarten Wiesbaden aufgefordert, wegen der starken Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gefahr habe aber nicht bestanden, da kein Problemmüll in Brand geraten sei. Über die Höhe des Schadens war zunächst nichts bekannt. Auch die Ursache war unklar - so stand nicht fest, ob das Feuer durch Blitzschlag während des Gewitters ausgelöst wurde.
Bei einem Brand in einer Lackfabrik in Fulda ist in der Nacht zum Donnerstag ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstanden. Drei Feuerwehrleute wurden verletzt, wie die Polizei in Fulda berichtete. Nach stundenlangem Einsatz konnten die meterhohen Flammen bis zum frühen Morgen unter Kontrolle gebracht werden. Komplett gelöscht waren sie aber noch nicht, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.
Weite Teile des Betriebs wurden durch das Feuer völlig zerstört. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei traten aber keine gefährlichen Dämpfe aus. Die Flammen sollen kilometerweit zu sehen gewesen sein. Wie es zu dem Feuer kam, war zunächst unklar. Das 1979 gegründete Unternehmen lackiert Kunststoff-Teile, die in Autos verbaut werden. Es ist mit 500 Beschäftigten in Deutschland Marktführer, so die Geschäftsführung.