Home
http://www.faz.net/-gzm-y3cx
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Ludwigsau Sechster Friedwald in Hessen eröffnet

21.08.2009 ·  In Ludwigsau im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist ein Friedwald eröffnet worden. Es ist das sechste Areal dieser Art in Hessen. Auf zunächst drei Hektar können die Bürger Eichen, Buchen, Fichten, Kiefern und Douglasien als letzte Ruhestätte wählen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (1)

Der sechste Friedwald Hessens ist in Ludwigsau im Kreis Hersfeld-Rotenburg eröffnet worden. Auf zunächst drei Hektar können die Bürger Eichen, Buchen, Fichten, Kiefern und Douglasien als letzte Ruhestätte wählen. Dies teilte der Träger der alternativen Bestattungsstätte, die Friedwald GmbH aus Griesheim, mit. Verantwortlich sind auch die Gemeinde Ludwigsau und die Waldgesellschaft der Riedesel Freiherren zu Eisenbach in Lauterbach im Vogelsbergkreis als Eigentümer.

Unter einem Baum, der bereits zu Lebzeiten ausgesucht werden kann, werden bis zu zehn biologisch abbaubare Waldurnen beigesetzt. Am Stamm können die Angehörigen ein Namensschild des Toten anbringen. Ein Friedwald steht allen Konfessionen sowie konfessionslosen Menschen offen. Ein einzelnes Urnengrab kostet 770 Euro für 99 Jahre, Familienbäume mit bis zu zehn Grabstätten sind ab 3350 Euro zu haben.

Den ersten Friedwald Deutschlands gibt es seit 2001 im Reinhardswald bei Kassel. Neben den jetzt sechs Friedwäldern in Hessen gibt es einen privat initiierten Friedhofswald im Kreis Fulda. Er wurde im Juni 2009 auf dem Gehilfersberg bei Rasdorf eröffnet. Die alternative Bestattungsform in einem sogenannten Friedwald ist immer mehr gefragt. Bereits rund 1000 Interessenten hätten in Ludwigsau Informationen dazu angefordert, sagte Friedwald-Geschäftsführerin Petra Bach.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Perspektivlosigkeit ist Gift

Von Rainer Schulze

Die Zukunft der Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte ist unklar. Das Land will sich von der Beteiligung trennen - Frankfurt hat die Hand gehoben. Eine Entscheidung tut not. Mehr