17.06.2010 · Zweieinhalb Monate hat sich das osthessische Elite-Internat auf Schloss Bieberstein mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert gesehen. Nun aber hat die Fuldaer Staatsanwaltschaft die von einem anonymen Schreiben ausgelösten Ermittlungen eingestellt.
Die Staatsanwaltschaft Fulda hat ein Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchsvorwürfen am Elite-Internat im osthessischen Hofbieber eingestellt. Das berichtet die „Fuldaer Zeitung“ unter Berufung auf den ermittelnden Staatsanwalt. In einem anonymen Brief war ein Internatsmitarbeiter der Hermann-Lietz-Schule in Schloss Bieberstein in Hofbieber beschuldigt worden, in den siebziger Jahren Alkohol an Schülerinnen verkauft zu haben, um sie gefügig zu machen und dann zu missbrauchen.
Die Schule hatte daraufhin knapp 5000 Briefe an Altschüler geschickt, um den Beschuldigungen nachzugehen. Der Anonymus hatte noch Vorwürfe gegen zwei andere Mitarbeiter des Internats erhoben, die nicht mehr leben. Es habe trotz der Briefe keine Hinweise darauf gegeben, dass die Beschuldigungen wahr seien, zitiert die Zeitung den Staatsanwalt, der am Donnerstag nicht zu erreichen war. Außerdem argumentierte der Ermittler, dass die Taten, wenn es sie denn gegeben habe, verjährt seien.