12.05.2009 · Schulen in Hessen erhalten vom nächsten Schuljahr an eine Stellenzuweisung in Höhe von 100 Prozent. Dies sagte Kultusministerin Henzler im Interview mit der Rhein-Main-Zeitung, in dem sie sich unter anderem auch zur Mathe-Panne und zu Querschüssen aus dem Ministerium äußert.
Von Ralf Euler und Jacqueline Vogt, WiesbadenSchulen in Hessen erhalten vom nächsten Schuljahr an eine Stellenzuweisung in Höhe von 100 Prozent mit der Möglichkeit, zehn Prozent davon zu kapitalisieren. Mit dem so gewonnenen Geld können die Einrichtungen zum Beispiel Überstunden bezahlen oder von Aushilfskräften gehaltenen Unterricht. Das hat Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) im Interview mit der Rhein-Main-Zeitung angekündigt.
In dem Gespräch umriss sie außerdem die nächsten Schritte und das Ziel des Projektes selbständige Schule. „Es wird so sein, dass die Schule alle Mittel in einem eigenen Budget zur Verfügung hat“, kündigte sie an. Außerdem könnten die Schulleiter künftig das Personal selbst einstellen. „Und zwar jeden, der an der Schule arbeitet.“
Erstmals nach der Panne bei den schriftlichen Mathematik-Abiturprüfungen spricht Henzler zudem über Erwartungen und Enttäuschungen in ihrem Amt, außerdem zieht sie eine Bilanz ihrer ersten 100 Tage als Kultusministerin: „Das ist immer noch mein Traumjob.“
Jacqueline Vogt Jahrgang 1962, Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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