11.02.2010 · Die Zahl der Selbstanzeigen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen im Ausland ist in Hessen stark gestiegen. Bisher sind laut Finanzministerium mindestens 113 solcher Anzeigen bekanntgeworden - vor einer Woche waren es erst 27 gewesen.
Die Zahl der Selbstanzeigen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen im Ausland ist in Hessen stark gestiegen. Bisher seien mindestens 113 solcher Anzeigen bekanntgeworden, teilte das Finanzministerium in Wiesbaden am Donnerstag mit. Exakte Zahlen erwartet das Ministerium am kommenden Montag.
Der Anstieg dürfte auf die drohende Auswertung von CDs mit gestohlenen Bankdaten aus der Schweiz zurückzuführen sein. Vor einer Woche hatte in Hessen erst 27 Steuersünder eine Selbstanzeige erstattet. Bei einer solchen Anzeige muss der Betroffene nur Steuern und Zinsen nachzahlen. Eine Strafe droht nicht - vorausgesetzt, der Fall ist den Behörden noch nicht bekannt.
Bundesweit sind in den vergangenen zwei Wochen mehr als 400 entsprechende Meldungen bei den Finanzämtern eingegangen. So stieg die Zahl in Niedersachsen von Mittwoch auf Donnerstag um 45 auf 143. In Berlin schnellten die Selbstanzeigen am Donnerstag binnen eines Tages um 22 auf 96 in die Höhe. Bayern erfasst im Gegensatz zu anderen Bundesländern die Eingänge bislang nicht systematisch.