Im vergangenen Jahr sind in Hessen abermals weniger Menschen eingebürgert worden als im Jahr zuvor. 2009 sank ihre Zahl gegenüber 2008 um gut 700 auf 12 600, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Einbürgerungen ist seit Jahren rückläufig.
Die meisten der 2009 eingebürgerten Ausländer, es waren 9400, hatten einen Anspruch auf einen deutschen Pass, weil sie sich mindestens acht Jahre hier aufhielten. Hinzukamen noch 1400 ihrer Ehegatten oder minderjährigen Kinder. Die meisten Eingebürgerten, insgesamt 3400, hatten zuvor einen türkischen Pass. Jeder zweite Eingebürgerte behielt neben der deutschen seine bisherige Staatsangehörigkeit bei.
Vor allem junge Ausländer beantragen die deutsche Staatsangehörigkeit: So waren im vergangenen Jahr zwei von drei einbürgerungswilligen Ausländern jünger als 35 Jahre; insgesamt waren dies 8400 Frauen und Männer. Dagegen lag der Anteil der 60-Jährigen und Älteren bei gerade einmal gut vier Prozent. Gut acht Prozent der Einbürgerungen entfielen auf Ausländer mit einem deutschen Ehegatten, knapp fünf Prozent auf Ausländer mit „Niederlassung auf Dauer“.

