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Hessen Erstmals seit 13 Jahren mehr Arbeitslose im August

01.09.2009 ·  Die Arbeitslosigkeit in Hessen steigt. Ungeachtet des Ferienendes kletterte die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit 13 Jahren im August. Zuletzt waren 216.760 Frauen und Männer arbeitslos. 25.000 ungeförderte Stellen sind noch offen.

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Die Arbeitslosigkeit in Hessen steigt. Ungeachtet des Ferienendes kletterte die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit 13 Jahren im August, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag berichtete. Die sonst zum Ende der Schulferien übliche Erholung auf dem Arbeitsmarkt wurde von den Folgen der konjunkturellen Krise mehr als aufgezehrt.

Im August waren demnach 216.760 Frauen und Männer in Hessen arbeitslos. Das waren 0,1 Prozent oder 162 mehr als im Vormonat Juli und 8,6 Prozent oder 17.183 mehr als vor einem Jahr. Die Quote blieb im Monatsvergleich stabil bei 7,0 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 6,4 Prozent gelegen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Hessen stieg in der Jahresfrist gegen den Bundestrend um 0,3 Prozent auf 2,17 Millionen Menschen. Die Jobverluste bei Zeitarbeitsfirmen und in der Industrie wurden in anderen Branchen wie Erziehung und Gesundheit ausgeglichen. Laut Agentur gibt es in Hessen zudem noch knapp 25.000 ungeförderte offene Stellen. Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) spricht sogar von 54.000 offenen Stellen hessenweit.

Junge Menschen überdurchschnittlich betroffen

Besonders häufig verloren in der Jahresfrist Männer ihre Jobs. Die Zahl der männlichen Arbeitslosen stieg in der Jahresfrist um 16 Prozent, während bei den Frauen nur 1,2 Prozent Arbeitslose hinzukamen. Agentur-Chef Wolfgang Forell begründete dies mit dem Umstand, dass typische Männerbranchen wie zum Beispiel die Logistik besonders stark von der konjunkturellen Krise getroffen worden seien. Männer stellen inzwischen 53,2 Prozent der hessischen Arbeitslosen. Die Arbeitslosigkeit mache aber vor den Frauen nicht halt.

Eine überdurchschnittliche Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent verzeichneten die Statistiker auch bei den jungen Menschen bis 25 Jahre. Zum Beginn des Ausbildungsjahres waren noch 5749 junge Frauen und Männer auf der Suche nach einer Lehrstelle. Auf der anderen Seite hatten die Ausbilder für 4 495 Plätze noch keine geeigneten Bewerber gefunden. In Wiesbaden und Frankfurt gibt es aber deutlich weniger unversorgte Bewerber als freie Plätze.

Mehr als 130 Millionen Euro für Kurzarbeit

Weiterhin eine Stütze des Arbeitsmarktes bleibe die Kurzarbeit, erklärte Forell. Die Zahl der Anzeigen ist aber im August erneut zurückgegangen. Seit dem vergangenen Herbst wurden in rund 7800 Fällen Kurzarbeit für an die 215.000 Leute gestellt. Die Arbeitsagentur hat dies Instrument mit mehr als 130 Millionen Euro unterstützt.

Das Beschäftigungssicherungsnetz der Agentur und der Unternehmen halte weiter, erklärte VhU-Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender. Er verlangte weitere Reformen auf dem Arbeitsmarkt. Vor allem Geringqualifizierte seien dringend auf eine weitere Flexibilisierung des Arbeitsmarktes angewiesen, um eine Chance auf Arbeit zu erhalten“, erklärte Fasbender.

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