09.03.2009 · Immer mehr Hessen beanspruchen Elterngeld: Die Zahl der Anträge ist im vergangenen Jahr um 12.000 auf mehr als 62.400 gestiegen. Seit dem Start der staatlichen Förderung sind in Hessen mehr als 113.000 solcher Eingaben eingegangen. Knapp ein Fünftel der Anträge stammt von Vätern.
Immer mehr Hessen beanspruchen Elterngeld: Die Zahl der Anträge ist im vergangenen Jahr um 12.000 auf mehr als 62.400 gestiegen. Das teilte das Regierungspräsidium (RP) Gießen mit. Das RP ist hessenweit für Anträge auf Elterngeld zuständig. Seit dem Start der staatlichen Förderung am 1. Januar 2007 seien in Hessen mehr als 113.000 Anträge gestellt worden. Derzeit beziehen nach RP-Angaben 42.632 Mütter und Väter Elterngeld. Das RP ist die Aufsichtsbehörde der sechs Versorgungsämter in Darmstadt, Wiesbaden, Fulda, Frankfurt, Gießen und Kassel.
Von den rund 5000 Anträgen auf Elterngeld, die jeden Monat im Durchschnitt bei den Versorgungsämtern eingingen, entfielen etwa 17 Prozent auf Männer, die meist die zwei Partnermonate beantragen, teilte das RP weiter mit. Allein in Frankfurt wurden mehr als 15.600 Anträge gestellt. Bei der hessenweiten Elterngeld-Hotline gingen mehr als 9500 Anrufe ein.
Das Elterngeld ist ein Lohnersatz für Mütter und Väter, die nach der Geburt eines Kindes ihre Berufstätigkeit unterbrechen oder reduzieren. Es beträgt 67 Prozent des letzten Nettogehaltes, aber mindestens 300 Euro und höchstens 1800 Euro im Monat. Es wird maximal 14 Monate gezahlt, aber nur, wenn sich beide Eltern nacheinander das Kind betreuen. Ein Elternteil allein kann die Leistung längstens ein Jahr in Anspruch nehmen.