28.04.2009 · Fast jeder vierte Hesse ist Ausländer oder hat ausländische Wurzeln. Diese Bevölkerungsgruppe mit 1,4 Millionen Menschen schneide aber bei den Schulabschlüssen vergleichsweise schlechter ab und habe geringere berufliche Qualifikationen, berichteten die Minister Hahn und Posch.
Fast jeder vierte Hesse ist einer Studie zufolge Ausländer oder hat ausländische Wurzeln. Diese Bevölkerungsgruppe mit 1,4 Millionen Menschen schneide aber bei den Schulabschlüssen vergleichsweise schlechter ab und habe geringere berufliche Qualifikationen, berichteten Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) und Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) in Wiesbaden. So hätten bei den 25- bis 64-Jährigen 38 Prozent keine berufliche Ausbildung abgeschlossen. Bei Menschen ohne ausländische Wurzeln liege dieser Anteil nur bei 13 Prozent.
Die Studie sollte die Arbeitsmarktsituation von Zuwanderern beleuchten. Sie stützt sich dabei auf Auswertungen aus dem sogenannten Mikrozensus, einer statistischen Erhebung in Privathaushalten. Als Migranten gelten in der Studie nicht nur klassisch zugewanderte Ausländer oder Aussiedler. Dazu gehören demnach unter anderem auch eingebürgerte Ausländer oder deutsche Kinder, die mindestens ein Elternteil mit ausländischen oder Zuwanderer-Wurzeln haben.
Der Anteil der Zuwanderer an der hessischen Gesamtbevölkerung ist der Untersuchung zufolge in den einzelnen Landesteilen sehr unterschiedlich: Im Regierungsbezirk Darmstadt liegt er bei 27 Prozent, im Regierungsbezirk Gießen bei 20 Prozent und im Regierungsbezirk Kassel bei 16 Prozent. Die meisten hessischen Migranten haben der Studie zufolge ihre familiären Wurzeln in der Türkei, Italien, Polen, Griechenland und im früheren Jugoslawien. Ein Drittel von ihnen lebt seit der Geburt in Deutschland.