03.08.2010 · Gut 20 Prozent aller Väter in Hessen nehmen Elterngeld in Anspruch und kümmern sich in dieser Zeit um ihren Nachwuchs statt um die Arbeit. Dabei fließt Elterngeld im Landkreis Fulda mehr als doppelt so oft als in Offenbach.
Jeder fünfte hessische Vater pausiert im Job, um Zeit für sein Kind zu haben - und bekommt dafür Elterngeld. Dabei gibt es große regionale Unterschiede, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden für Eltern 2008 geborener Kinder berichtete. In Offenbach bezog demnach zuletzt nur etwa jeder zehnte Vater den Lohnersatz, im Landkreis Fulda dagegen mehr als jeder vierte.
Bei der staatlichen Leistung liegen Hessens Väter mit 20,1 Prozent etwa im Bundesschnitt, der 20,8 beträgt. Spitzenreiter war beim Vergleich Bayern mit 27 Prozent, Schlusslicht das Saarland mit zwölf Prozent.
Höchstgrenze liegt bei 1800 Euro
Das Elterngeld wird seit 2007 bis zu 14 Monate an Väter und Mütter gezahlt, die weniger oder vorerst gar nicht mehr arbeiten und sich zu Hause um ihr Kind kümmern. Es beträgt zwei Drittel des letzten durchschnittlichen monatlichen Nettogehaltes. Die Höchstgrenze liegt bei 1800 Euro, das Minimum bei 300 Euro im Monat.
Hessische Mütter bekamen im Schnitt 896 Euro, Väter 1170 Euro. Beide Werte liegen über den Bundesvergleichszahlen mit 844 beziehungsweise 1131 Euro. Im Werra-Meißner-Kreis war der Betrag für Mütter mit 725 Euro und für Väter mit 960 Euro jeweils am geringsten. Am meisten Geld bekamen im Schnitt Mütter in der Stadt Frankfurt mit 1046 Euro und Väter im Hochtaunuskreis mit 1332 Euro.