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Gemeinschaft will mitmachen Kooperation bei Islamunterricht

06.03.2009 ·  Die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) hat abermals ihre Bereitschaft bekundet, an einem islamischen Religionsunterricht in Schulen mitzuwirken. Allerdings weiß das Kultusministerium noch nicht, ob es die IRH zu dem geplanten Runden Tisch einladen wird.

Von Stefan Toepfer
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Die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) hat abermals ihre Bereitschaft bekundet, an einem islamischen Religionsunterricht in Schulen mitzuwirken. Wie berichtet, hat der Landtag beschlossen, an der Einführung eines solchen Fachs zu arbeiten. Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) möchte dazu in einem ersten Schritt einen Runden Tisch mit Vertretern muslimischer Religionsgemeinschaften einberufen.

Der IRH-Vorsitzende Ramazan Kuruyüz sagte, der islamische Religionsunterricht sei nach wie vor „das wichtigste Projekt der Integrationsarbeit“ der IRH, die ihren konstruktiven Beitrag zur Erarbeitung der Lehrpläne leisten wolle. Allerdings weiß das Kultusministerium noch nicht, ob es die IRH zu dem Runden Tisch einladen wird, wie Henzlers Sprecher sagte.

Weg zu Verständigung wird „lang und mühevoll“

Die vorige Landesregierung hatte es stets abgelehnt, einen Unterricht gemeinsam mit jener Gemeinschaft anzubieten. Begründet wurde das mit dem Argument, dass diese Organisation keine Religionsgemeinschaft im Sinne des Grundgesetzes sei; außerdem gab es Zweifel an der Verfassungstreue der IRH. Nach dem Grundgesetz braucht der Staat für einen Religionsunterricht eine Religionsgemeinschaft als Partner.

Bei einer Veranstaltung im Frankfurter Haus am Dom sagte der Staatssekretär im Kultusministerium, Heinz-Wilhelm Brockmann (CDU), am Donnerstag Abend, der Weg, über den Runden Tisch zu einer Verständigung zu kommen, werde „lang und mühevoll“. Allerdings hätten auch die annähernd 60.000 muslimischen Schüler in Hessen ein grundgesetzlich verbrieftes Recht auf Religionsunterricht.

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Jahrgang 1965, Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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