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Fußball-WM Größtes Public Viewing in Frankfurter Arena

18.05.2010 ·  Fußball-Fans in Hessen können sich während der WM auf gemeinsames Open-Air-Fernsehgucken freuen. In der Frankfurter Commerzbank-Arena soll es das spektakulärste Public Viewing geben. Immer mehr Städte locken mit Veranstaltungen. Doch das hat seinen Preis.

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Das größte Public Viewing Hessens zur Fußball-WM ist in der Frankfurter Commerzbank-Arena geplant. Bis zu 40.000 Menschen können dort alle Spiele des deutschen Nationalteams verfolgen, wie Radio FFH als Veranstalter am Dienstag mitteilte. Zu sehen sind die Partien auf dem Videowürfel in der Stadionmitte und auf einer 110 Quadratmeter großen Großbildleinwand. Die Gruppenspiele sind am 13., 18. und 23. Juni. Die WM in Südafrika wird vom 11. Juni bis 11. Juli ausgetragen. Während dieser WM sind aber auch viele Public-Viewing-Veranstaltungen an anderen Orten Hessens geplant.

Konkurrenz bekommt das gemeinsame Fußball-Gucken in der Arena der Frankfurter Eintracht von einem anderen Angebot in der Main- Metropole: In der „City-Arena“ sind die WM-Duelle kostenlos zu sehen. In der Innenstadt wird auf zwei miteinander verbundenen Plätzen - dem Rathenauplatz und dem Roßmarkt - eine Doppel-Arena aufgebaut. Die eine wird rund 10.000 Besuchern Platz bieten, die andere ist für 5000 vorgesehen. Je nach Andrang werden sie einzeln oder gemeinsam geöffnet, wie die städtische Tourismus und Congress GmbH ankündigte. Die Kosten liegen den Angaben nach bei einer Million Euro.

Public Viewing bei Partien mit deutscher Beteiligung

Radio FFH rechnet dennoch mit ausverkauften Rängen in der Commerzbank-Arena. „Und es wird eine fantastische Stimmung geben“, glaubt Sender-Sprecher Dominik Kuhn. Er kündigte zu jeder Begegnung auch ein musikalisches Rahmenprogramm an. Bereits während der WM 2006 und EM 2008 wurden ausgewählte Top-Begegnungen in der Arena gezeigt.

In Wiesbaden wird es nach langer Diskussion doch wieder Public Viewing bei Partien mit deutscher Beteiligung geben. Der Standort wurde aus Sicherheits- und Kapazitätsgründen vom Kurpark in die Brita-Arena, dem Stadion des Drittligisten SV Wehen Wiesbaden, verlegt, wie die Stadt mitteilte. Während der EM 2008 war es im Kurpark zu Randale und Schlägereien gekommen. Die Kosten für die diesjährigen Veranstaltungen trägt die Stadt, über Sponsoring soll jedoch ein Teil wieder reingeholt werden, wie Sprecherin Ilka Gilbert-Rolke sagte. Wenn Deutschland das Halbfinale erreicht, solle es wahrscheinlich auch in der Innenstadt Public Viewing geben.

Verzicht aus Kostengründen in Kassel

In Kassel wird es keine zentralen Großveranstaltungen geben. In der ganzen Stadt bereiteten sich aber insbesondere die Gastronomen auf das gemeinsame Fußball-Erlebnis vor. Nach einem Aufruf hätten sich viele Kneipen und Gaststätten gemeldet, so die Stadt. Auf öffentliche Großbildleinwände verzichtet die Stadt. „Angesichts der Finanzlage ist das zu teuer“, hatte eine Sprecherin bereits erklärt.
Auch Rüsselsheim will nicht die Veranstalter-Rolle auf sich nehmen. „Aus Kostengründen“, sagte Sprecherin Silke Fey. Die Lücke sollen nun Gastronome schließen. Doch viele Betreiber haben bereits wegen finanzieller Belastungen abgewunken. Die Kosten für Technik und Übertragungsgebühren sind ihnen zu hoch.
In Darmstadt hat sich hingegen die „Centralstation“ für das Public Viewing etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die Übertragungen werden mit Musik aus den Ländern begleitet, deren Mannschaften spielen. In Fulda will eine privater Veranstalter 13 Partien im Innenhof des Stadtschlosses zeigen - darunter alle deutschen Spiele und die Finalpartien.

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