05.11.2009 · In Frankfurt kämpfen Ärzte am Uni-Klinikum weiter um das Leben einer 39 Jahre alten Schweinegrippe-Patientin. Derweil ist ein in Marburg entwickelter Impfstoff des Pharmakonzerns Novartis in Deutschland zugelassen worden.
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat für seinen in Marburg produzierten Schweinegrippe-Impfstoff „Celtura“ die Zulassung der deutschen Gesundheitsbehörden bekommen. In Frankfurt kämpfen Ärzte am Uni-Klinikum unterdessen weiter um das Leben einer 39 Jahre alten Schweinegrippe-Patientin.
Klinische Studien an mehr als 1850 Probanden hätten die Verträglichkeit des neuen Impfstoffs auf Zellkultur-Basis gezeigt, teilte Novartis in Basel mit. Ein zweites Werk für die „Celtura“-Produktion - neben Marburg - wird derzeit in den Vereinigten Staaten von Amerika aufgebaut.
Die am häufigsten genannten Nebenwirkungen seien lokale Beschwerden an der Einstichstelle (Rötung, Schwellung und Schmerzen) sowie sogenannte systemische Beschwerden wie leichtes Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Neu an „Celtura“ ist die Herstellungsmethode mittels Zellkulturen statt wie üblich in Hühnereiern. Diese Methode ist laut Novartis in Europa bereits zugelassen für einen Impfstoff gegen die saisonale Grippe. Sie erlaube bei Bedarf, rasch mehr zu produzieren. Anfangs war die Ausbeute indes geringer als erwartet.
Lungenleistung der Patientin nicht verbessert
Der Zustand der Frankfurter Schweinegrippe-Patientin ist zwar stabilisiert worden, wie das Uni-Klinikum mitteilte. Dennoch bestehe noch Lebensgefahr, teilte die Klinik am Donnerstagvormittag mit. Die Lungenleistung der Frau habe sich bisher nicht verbessert. Die Laborwerte wiesen jedoch auf einen Rückgang der Entzündungen hin.
Die Frau war am Montag in kritischem Zustand aus den Städtischen Kliniken Höchst in die Universitätsklinik gebracht worden. Von Vorerkrankungen der Frau war nichts bekannt. In Hessen ist bislang noch niemand an dem H1N1-Virus gestorben.
Anstatt aber die Ursachen zu bekämpfen
Antonietta Tumminello (astra1971)
- 05.11.2009, 15:39 Uhr