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Sonntag, 12. Februar 2012
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Ferienresort in Nordhessen Rätselraten über Beberbeck-Investoren

21.04.2010 ·  Investoren wollen für eine dreistellige Millionensumme in Nordhessen das Ferienresort Beberbeck einrichten. Dort wer hinter der Investorengruppe steht, ist weiter unklar. Daran stoßen sich die Grünen im Landtag.

Von Ralf Euler, Wiesbaden
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Die Grünen im Landtag haben „vollständige Transparenz“ über den Stand der Planungen für eine Ferienanlage in der Nähe der nordhessischen Stadt Hofgeismar gefordert. Es sei nicht hinnehmbar, dass der Hofgeismarer Bürgermeister Heinrich Sattler (CDU) bei einem Projekt mit einer Investitionssumme in dreistelliger Millionenhöhe Geheimniskrämerei betreibe und mit allen Mitteln versuche, eine öffentliche Diskussion zu verhindern, äußerte der Grünen-Landtagsabgeordnete Kai Klose in Wiesbaden. Er hält das Vorhaben auf dem Gelände der Staatsdomäne Beberbeck für „überdimensioniert“ und fürchtet, dass Sattler sich auf unseriöse Geldgeber einlassen könnte. „Eine Rieseninvestition wie dieses Wolkenkuckucksresort der demokratischen Kontrolle entziehen zu wollen, ist hanebüchen“, meint Klose.

Das umstrittene Großprojekt Beberbeck, das der Entwicklung des Tourismus im strukturschwachen Nordhessen einen Schub verleihen soll, ist seit fast fünf Jahren in Planung. Nun ist es Sattler möglicherweise gelungen, eine Gruppe von Investoren für das Vorhaben zu gewinnen. Die namentlich nicht genannten Geldgeber kommen nach Angaben von Sattler aus Spanien, der Schweiz und den Niederlanden und wollen nach Angaben eines Sprechers möglichst schon im Mai den Kaufvertrag für das Areal unterzeichnen. Mit zwei weiteren potentiellen Investoren sei man im Gespräch, sagt Sattler.

Land will 30 Millionen Euro beisteuern

Eigentümer der Staatsdomäne Beberbeck mit rund 900 Hektar ist das Land. Die Stadt Hofgeismar will auf dem Gelände eine riesige Ferienanlage errichten lassen, von Investitionen in Höhe von bis zu 400 Millionen Euro war gelegentlich die Rede und von 700 bis 900 Arbeitsplätzen. Sollte das Projekt verwirklicht werden, wird das Land 30 Millionen Euro für die Erschließung des Geländes beisteuern.

Die Domäne soll nur unter der Bedingung an die Stadt verkauft werden, dass unter anderem Investitionen von mindestens 250 Millionen Euro sichergestellt sind. Die jetzt ins Gespräch gebrachte Geldgebergruppe verspricht in einer Pressemitteeilung ein Engagement in Höhe mindestens dieser Summe, um eine 2500-Betten-Ferienanlage für Wellness- und Sport-Touristen zu verwirklichen.

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