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European Business School Städtische Holding kauft früheren Firmensitz und vermietet ihn

06.02.2010 ·  Die Wiesbadener Versorgungs- und Verkehrsholding hat die ehemalige Köllmann-Zentrale gekauft und an die European Business School vermietet.

Von Ewald Hetrodt, Wiesbaden
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Die Wiesbadener Versorgungs- und Verkehrsholding hat die ehemalige Köllmann-Zentrale gekauft und an die European Business School (EBS) vermietet. „Die Sache ist unter Dach und Fach“, sagte am Freitag der Geschäftsführer des städtischen Unternehmens, Rainer Schäfer, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Wie berichtet, hatte die private Hochschule ein Gebäude für ihre gerade entstehende juristische Fakultät gesucht. Die „Law School“ wird im Herbst 2011 mit 200 Studenten starten. Ihr künftiger Sitz im alten Gericht an der Moritzstraße wird aber erst zwei Jahre später fertig sein.

Den Dozenten folgen im nächsten Jahr die Jurastudenten

Bislang besteht die EBS aus einer betriebswirtschaftlichen Fakultät. Einige akademische Lehrer arbeiten aber schon an den Programmen für die Law School. Diese Dozenten, das Präsidium und einige betriebswirtschaftliche Institute mit ausgeprägten juristischen Bezügen sollen spätestens zum 1. Juni dieses Jahres erst einmal in das zentral gelegene, leerstehende Haus an der Ecke von Mainzer Straße und Gustav-Stresemann-Ring einziehen. Die Jurastudenten folgen im nächsten Jahr.

Insgesamt werden hier auf einer Verkehrsfläche von rund 4500 Quadratmetern zunächst ungefähr 100 Angehörige der EBS zusammentreffen. Sie arbeiten derzeit noch an drei unterschiedlichen Standorten in Wiesbaden und Oestrich-Winkel (Rheingau-Taunus-Kreis).

Mietvertrag lässt sich verlängern

Der Mietvertrag wurde auf dreieinhalb Jahre geschlossen. Wenn die Bauarbeiten an der Moritzstraße sich in die Länge ziehen sollten, kann er verlängert werden. Der Projektentwickler Jürg Köllmann hatte das Gebäude einst als Firmensitz gemietet. Es ist ungefähr 15 Jahre alt, stand aber insgesamt zwölf Jahre lang leer.

Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) berichtet, dass sich vor ein paar Jahren ein japanischer Autokonzern ernsthaft für die Immobilie interessiert habe. Die Ansiedlung der deutschen Konzernzentrale sei aber daran gescheitert, dass die Besitzverhältnisse sich nicht hätten klären lassen.

„Am Ende muss was übrigbleiben“

Müller ist Vorsitzender des Aufsichtsrates der städtischen Holding. Die hat jetzt zwar nicht den Eigentümer ausfindig gemacht, das Geschäft aber mit der Frankfurter Sicherheiten-Verwaltungsgesellschaft Hector verbindlich abschließen können. Der Notar habe den Eingang der Kaufsumme inzwischen bestätigt, sagte Schäfer.

Zum Preis wollte er sich nicht äußern. Es dürfte sich um einen einstelligen Millionenbetrag handeln. 1,6 Millionen Euro werde man aufwenden, um die Immobilie bezugsfertig zu machen, kündigte Schäfer an.

Er sprach von einem günstigen Kauf, zumal die Zinsen niedrig seien. Die EBS zahle eine marktübliche Miete, so dass sich das Geschäft für die städtische Holding rechne. Die Immobilie betrachte er als gewöhnliches Handelsobjekt, das eine entscheidende Bedingung erfülle: „Am Ende muss für uns was übrigbleiben.“

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Jahrgang 1963, Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

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