28.04.2008 · Die Chancen steigen, dass der insolvente Kerzenhersteller Eika die Krise übersteht. Die Gläubiger haben dem Verkauf des Unternehmens mit Sitz in Fulda zugestimmt.
Zur Rettung des insolventen Kerzenherstellers Eika ist eine weitere Hürde genommen: Die Gläubiger stimmten am Montag dem Verkauf der Wachswerke an einen Investor zu und machten damit den Weg für die Sicherung des Unternehmens frei.
Die Banken seien zum Verzicht auf wesentliche Forderungen bereit gewesen, teilte Insolvenzverwalterin Sandra Mitter in Fulda mit. „Die heutige Zustimmung ist mindestens die halbe Miete für eine gesicherte Zukunft des Unternehmens“, sagte Mitter.
Entscheidung am Donnerstag
Der Vertrag mit dem Investor soll in den nächsten Tagen zu Ende verhandelt werden. Dieser wolle das Unternehmen und 160 der 170 Arbeitsplätze am Standort Fulda erhalten. Zur Frage, ob es sich bei dem Käufer um ein anderes Unternehmen oder um einen Finanzinvestor handelt, wurden keine Angaben gemacht.
Der Name des Investors solle erst nach dem Vertragsabschluss bekanntgegeben werden. Dieser ist für Donnerstag geplant. „Erst nach einer Unterschrift kann ich grünes Licht für das Werk und die Mitarbeiter geben“, sagte Mitter.
Schwierige Verkaufsverhandlungen
Die Rettung der Eika Wachswerke Fulda GmbH gestaltete sich schwierig, weil lange Zeit kein akzeptables Angebot vorlag. Deshalb hatte es in der vergangenen Woche zunächst geheißen, dass das Traditionsunternehmen vor dem Aus stehe und den 170 Beschäftigten gekündigt werden müsse. Wenn die Übernahme nun wie geplant klappt, könnten die Wachswerke die Produktion ohne Unterbrechung fortführen.
Die Eika Wachswerke, einer der größten Kerzenproduzenten Europas, hatten im Januar Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Anfang April war das Insolvenzverfahren eröffnet worden.