27.01.2009 · Die von der hessischen FDP angestrebte „Kinderschule“ ist nach Ansicht der Grünen das falsche Instrument, um eine bessere frühkindliche Bildung zu erreichen.
Von Ralf EulerDie von der FDP angestrebte „Kinderschule“ ist nach Ansicht der Grünen das falsche Instrument, um eine bessere frühkindliche Bildung zu erreichen. Statt alle Fünfjährigen zum Besuch einer solchen Vorschule zu verpflichten, solle man das Personal in den Kindertagesstätten verstärken, die Ausbildung verbessern und die Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und Grundschulen fördern, meint der bildungspolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Mathias Wagner.
Laut Statistischem Landesamt besuchten von rund 55.000 Kindern im Alter von fünf bis sechs Jahren bereits mehr als 52.000 eine Kindertagesstätte. Angesichts dieser hohen Quote bestehe keine Notwendigkeit, eine komplett neue Struktur zu schaffen. Die Grünen setzten hingegen auf eine Kindergarten-Eingangsuntersuchung im Alter von drei Jahren. Sie solle den Eltern Aufschluss über den Entwicklungsstand geben und „passgenaue Bildungsangebote“ empfehlen.