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Sonntag, 19. Februar 2012
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Autoverkehr in Hessen Mit „Diamant“ gegen Auffahrunfälle und Geisterfahrten

24.11.2009 ·  Auffahrunfälle am Stauende soll es in Zukunft in Hessen nicht mehr geben. Auch Geisterfahrten will das Land mit Hilfe des Forschungsprojekt „Diamant“vermeiden. Herzstück des Projekts, an dem Opel und Continental mitwirken, ist eine Kommunikationstechnologie in Autos und entlang der Strecken.

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Auffahrunfälle am Stauende soll es in Zukunft in Hessen nicht mehr geben. Auch Geisterfahrten will die Landesregierung mit Hilfe der Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt „Diamant“ künftig vermeiden. „Mit intelligenter Kommunikation zwischen einer neuartigen Infrastruktur und dem Fahrzeug sowie von Fahrzeug zu Fahrzeug ermöglicht ,Diamant´ einen beträchtlichen Gewinn an Verkehrssicherheit und Verkehrsfluss“, sagte Hans Demant, der Vorsitzende der Opel-Geschäftsführung, in Rüsselsheim. Die Projekt-Ergebnisse sollen bis 2015 schrittweise in neue Produkte und die Verkehrsführung einfließen sollen.

Herzstück des Projekts ist eine Kommunikationstechnologie in den Fahrzeugen und entlang der Strecken. Dadurch sollen Informationen über Staus, Baustellen oder andere Hindernisse frühzeitig erkannt und zwischen den Verkehrsteilnehmern ausgetauscht werden. Das Projekt ist Teil der Initiative „Staufreies Hessen 2015“. Die Abkürzung „Diamant“ steht für „Dynamische Informationen und Anwendungen zur Mobilitätssicherung mit Adaptiven Netzwerken und Telematik-Infrastruktur“. Projektpartner sind das Hessische Landesamt für Straßen und Verkehrswesen, der Autobauer Opel, der Zulieferer Continental und der Verkehrsführungsspezialist Dambach.

„Die Information muss 100 Prozent sicher sein“

Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sagte: „Hessen ist das Durchgangsland Nummer Eins. Hessen hat das Wissen und Können, um Verkehrsprobleme zu lösen, und wir zeigen mit ,Diamant´, wie wir das künftig machen werden.“ Das Problem bei solchen intelligenten Systemen sei aber immer die Frage: Kann ich das glauben, was die Technologie mir sagt. „Dieser Gedanke darf nicht mehr kommen, wenn eine Unfallwarnung kommt. Die Information muss 100 Prozent sicher sein.“ Bisher sei gezeigt worden, dass das prinzipiell geht. Nun müsse sich noch zeigen, ob das System auch flächendeckend funktioniert.

Eine getestete Einsatzmöglichkeit ist die Warnung eines Autofahrers, der in falscher Richtung auf die Autobahn fährt: Sein Auto soll dies anhand von Daten erkennen, die es von einem automatischen Empfangs- und Meldegerät empfängt. Das System alarmiert den Geisterfahrer, während digitale Schilder andere Verkehrsteilnehmer auf der betroffenen Route per Funk über die Gefahr informieren. Ähnliche Warnungen soll es vor Stauenden oder die Warnung von Vollbremsungen über mehrere vorausfahrende Fahrzeuge hinweg.

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