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Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“ Hilfe für Neugeborene und Behinderte

12.10.2008 ·  Damit Neugeborene und Kleinkinder ihr Leben möglichst gut, sicher und geschützt beginnen können und damit geistig behinderte Menschen mehr und bessere Arbeitsplätze haben, bittet die F.A.Z. ihre Leser in einer Spendenaktion um Unterstützung.

Von Stefan Toepfer
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Damit Neugeborene und Kleinkinder ihr Leben auch in schwierigen Familienverhältnissen möglichst gut, sicher und geschützt beginnen können und damit geistig behinderte Menschen mehr und bessere Arbeitsplätze haben, bittet diese Zeitung ihre Leser in der diesjährigen Spendenaktion um Unterstützung.

Zum einen soll mit Hilfe der Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“ über die hessen-nassauische Diakonie die Arbeit von Familienhebammen und anderer familienbegleitender Dienste in den Landkreisen Offenbach, Groß-Gerau und Main-Taunus auf- beziehungsweise ausgebaut werden. Zum anderen werden die Spenden zugunsten eines Neubaus der Praunheimer Werkstätten gGmbH in Frankfurt verwendet.

Spenden für den Bau einer Schreinerei

Diese Organisation hat vor kurzem ihr Bestehen seit 80 Jahren feiern können. Sie unterhält neben Wohnanlagen für Behinderte drei Betriebe mit 750 Arbeitsplätzen. Jene in Praunheim ist zu klein geworden. In einem Neubau soll es 240 statt wie bisher 190 Arbeitsplätze für Behinderte geben, einschließlich eines Berufsbildungsbereichs. Außerdem wird es in ihm eine Tagesförderstätte mit 35 Plätzen für Menschen mit schwersten Behinderungen geben. Schließlich soll der Neubau auch für Rollstuhlfahrer geeignet sein. Das ist die derzeitige Werkstatt, die vor 43 Jahren errichtet wurde, nicht. Ein Aus- beziehungsweise Umbau jenes Gebäudes ist nicht möglich – auch, weil es unter Denkmalschutz steht.

Die Verhandlungen über das Grundstück in Frankfurt, auf dem die neue Werkstatt gebaut werden soll, stehen kurz vor dem Abschluss. Die Baukosten belaufen sich voraussichtlich auf rund zwölf Millionen Euro. Zwei Millionen Euro muss die Praunheimer Werkstätten gGmbH selbst aufbringen und bittet daher um Spenden. Das Geld der diesjährigen Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“ soll für den Bau des Holzverarbeitungszentrums – einer Schreinerei und Lackiererei – in der neuen Werkstatt verwendet werden. Außerdem sollen dort Arbeitsplätze im Garten- und Landschaftsbau, in der Datenverarbeitung, im Versand und in der Hauswirtschaft angeboten werden. In der Tagesförderstätte soll es mehrere Gruppen- und Therapieräume sowie Pflegebäder geben.

Die andere Hälfte der Spenden kommt zunächst der Stiftung des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau zugute. Sie leitet das Geld an die Diakonischen Werke in den Kreisen Offenbach, Groß-Gerau und Main-Taunus weiter, die mit den jeweiligen Jugendämtern kooperieren.

Hebammen-Einsatz in sozial gefährdeten Familien

Mit Hilfe des Geldes soll zum einen der Einsatz von Familienhebammen intensiviert werden. Das sind Hebammen, die sich für ihren Einsatz in sozial gefährdeten Familien fortgebildet haben und diese regelmäßig bis zu einem Jahr lang besuchen. Familienhebammen achten auf das Wohlergehen der Neugeborenen und Kleinkinder und helfen Familien, weitere Formen der Unterstützung zu finden. Damit wird vorbeugender Schutz zum Wohl der Kinder geleistet, die sonst möglicherweise bedroht wären, etwa durch Vernachlässigung oder gar Gewalt.

Im Kreis Offenbach und im Main-Taunus-Kreis gibt es solche Hebammen bereits, aber es sind zu wenige, im Kreis Groß-Gerau soll ein solcher Dienst aufgebaut werden. Dafür sind Spendenmittel nötig. Das gilt auch für die Arbeit in sogenannten Familienräten, die der Main-Taunus-Kreis verstärken will und dafür auf eine Anschubfinanzierung angewiesen ist. Dabei soll Familien geholfen werden, gemeinsam mit dem Sozialen Dienst des Kreises in schwierigen Situationen eigenständig Lösungen zu finden.

Schließlich soll mit der Spendenaktion dieser Zeitung der Einsatz ehrenamtlicher Familienhelfer im Kreis Offenbach intensiviert werden. Bisher können von dem Projekt, das von der evangelischen Kirche getragen wird, nur sozial belastete Familien im Westteil des Kreises profitieren. Vom nächsten Jahr an soll es auf das ganze Kreisgebiet ausgeweitet werden.

Spenden für das Projekt „F.A.Z.-Leser helfen“

Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ und die „Frankfurter Allgemeine / Rhein-Main-Zeitung“ bitten um Spenden, die der Hilfe für Kinder in schwierigen Familienverhältnissen und dem Neubau einer Behindertenwerkstatt zugute kommen.

Spenden für das Projekt „F.A.Z.-Leser helfen“ bitte auf die Konten:
Nummer 11 57 11 bei der Frankfurter Volksbank
(BLZ 501 900 00)

Nummer 97 80 00 bei der Frankfurter Sparkasse
(BLZ 500 502 01)

Die Namen der Spender werden in der Zeitung veröffentlicht. Selbstverständlich wird auch der Wunsch respektiert, auf eine Namensnennung zu verzichten.

Spenden können steuerlich abgesetzt werden. Allen Spendern wird, sofern die vollständige Adresse angegeben ist, eine Spendenquittung zugeschickt.

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Jahrgang 1965, Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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