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Ärzteversorgung Ein Pakt sorgt für acht zusätzliche Landärzte

 ·  In einigen Regionen Hessens fehlt es an Ärzten. Die Landesregierung will in Zusammenarbeit mit den Verbänden Abhilfe schaffen. Doch im ersten Jahr ist dies noch kein voller Erfolg.

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Mit Geld will Hessen Ärzte in ländliche Gebiete locken, doch die Rechnung ist noch nicht ganz aufgegangen. In diesem Jahr haben acht Mediziner Geld für die Eröffnung ihrer Praxis auf dem Land bekommen, es hätten aber vier mehr aus dem Topf des Gesundheitspakts gefördert werden können. Das berichtete der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) am Freitag in Wiesbaden.

Zwar seien insgesamt 32 Anträge von Medizinern eingegangen, aber 24 hätten nicht die Voraussetzungen erfüllt, sagte Grüttner. So seien Anträge etwa für Orte gestellt worden, in denen es keinen Versorgungsengpass gebe. Oder die Ausbildung der Ärzte sei noch nicht weit genug fortgeschritten gewesen. In diesen Fällen wollen die an dem Pakt Beteiligten die jungen Mediziner auffordern, sich erneut zu bewerben.

„Ein deutliches Zeichen, dass auch in Hessen die Medizin weiblich wird“ 

Im Rahmen des Pakts, den das Land vor einem Jahr mit Ärzten, Kassen und kommunalen Spitzenverbänden geschlossen hatte, werden für dieses Jahr 600.000 Euro zur Verfügung gestellt. Pro Arzt entspricht das einer Summe von 50.000 Euro. Das Geld fließt, wenn eine Praxis im ländlichen Raum übernommen wird.

Die Förderung soll auch in den Jahren 2013 und 2014 fortgesetzt werden. Die in diesem Jahr nicht genutzten 200.000 Euro würden auf 2013 übertragen, sagte Grüttner. Von den acht geförderten Praxen werden sechs von Ärztinnen betrieben. „Ein deutliches Zeichen, dass auch in Hessen die Medizin weiblich wird“, sagte der Minister. Die geförderten Praxen liegen im Odenwaldkreis sowie in den Kreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meissner und Waldeck-Frankenberg.

Der Minister sagte, um die hausärztliche Versorgung zu sichern, seien in Frankfurt und Marburg an den Unikliniken sogenannte Kompetenzzentren Allgemeinmedizin gegründet worden. Sie sollten dafür sorgen, dass der Beruf des Hausarztes für angehende Mediziner attraktiver werde. Das Land fördere dies mit jährlich 150.000 Euro.

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