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Neue Bauland-Offensive GmbH : Land will Kommunen beim Wohnungsneubau helfen

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Im Wandel: In der Bürostadt sollen Wohnungen entstehen. Bild: Patricia Kühfuss

In Hessen fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Damit Flächen in den Städten und Gemeinden nicht länger brach liegen, will eine neue Gesellschaft den Kommunen unter die Arme greifen.

          Im Kampf gegen die Wohnungsnot in Hessen will Ministerin Priska Hinz (Die Grünen) Kommunen bei der Erschließung von Bauland unterstützen. „Es geht uns nicht um die Einfamiliensiedlung im Außenbereich, sondern um die Innenentwicklung“, sagte die für Wohnungsbau zuständige Ministerin bei der Vorstellung des Projekts in Wiesbaden. Die neu gegründete Bauland-Offensive GmbH soll Kommunen dabei helfen, etwa leerstehende Büro- oder Schulgebäude in bezahlbaren Wohnraum umzuwandeln.

          „In den meisten Städten und Gemeinden gibt es brachliegende Flächen, auf denen sich seit Jahren nichts tut“, erklärte Monika Fontaine-Kretschmer, Geschäftsführerin der landeseigenen Baugesellschaft Nassauische Heimstätte. Genau die gelte es zu identifizieren und die Wirtschaftlichkeit eines Bauprojekts zu untersuchen. Die Städte und Gemeinden könnten dann entscheiden, ob sie das Bauland selbst erwerben oder weiter mit der Bauland-Offensive oder einem anderen Partner zusammen arbeiten wollten. Die Offensive ist eine Tochter der Nassauischen Heimstätte.

          Nach Einschätzung von Hinz fehlen jährlich bis zu 37.000 Wohnungen. Vor allem adäquater Wohnraum für Senioren werde in den kommenden Jahren Mangelware. Neubauten scheiterten in der Regel aber nicht am Geld. Es würden nicht genügend Flächen in Bauland umgewandelt.

          Auch Frankfurt und Wiesbaden haben kürzlich eine Gesellschaft gegründet, um in der Region Rhein-Main weitere Flächen für den Wohnungsbau zu erschließen. Laut Mitteilung der Stadt Frankfurt will man gezielt auf die Kommunen in der Metropolregion zugehen, die über Flächen verfügen und gemeinsam die notwendigen Entwicklungsmaßnahmen angehen. In der Region gebe es noch rund 2100 Hektar Reserveflächen, auf denen 92.000 Wohnungen entstehen könnten.

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