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Hessen Tausende freie Ausbildungsplätze

 ·  Hessens Unternehmen suchen händeringend nach Fachkräften. Schulabgänger haben deshalb derzeit gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. In manchen Regionen spüren die Unternehmen bereits den Wettlauf um guten Nachwuchs

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Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres gibt es noch tausende freie Lehrstellen in Hessen. „Die hessischen Unternehmen rüsten sich gegen Fachkräftemangel und bilden Azubis aus“, sagte Brigitte Scheuerle, Geschäftsführerin Aus- und Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt, am Freitag auf dpa-Anfrage. Das neue Ausbildungsjahr beginnt je nach Branche am 1. August oder am 1. September.

Offene Ausbildungsplätze gibt es nach den aktuellsten Zahlen noch 11767 im Land (Stand: Ende Juni). Allein in den Internetbörsen der hessischen Industrie- und Handelskammern stehen noch gut 1460 freie Stellen zur Auswahl. Vor allem gesucht werden zum Beispiel Kaufleute - quer durch die Branchen: Büro, Groß- und Außenhandel, Logistik, Einzelhandel - Fachinformatiker sowie Köche.

Nicht aufgeben - weiter bewerben

Schulabgänger, die nicht sofort etwas passendes finden, sollten es weiter versuchen, raten Experten. „Es springen immer wieder Kandidaten ab, die Nachvermittlung läuft im Grunde bis Ende des Jahres“, erklärte eine Sprecherin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Die Behörde will am Dienstag aktuelle Zahlen zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Hessen vorlegen.

Nach Angaben der IHK wurden im Land in diesem Jahr bislang 15294 Ausbildungsverträge - zumeist mit Beginn der Ausbildung am 1. August - unterzeichnet. Das sind 186 weniger als im Vorjahr. Zwei Drittel (66 Prozent) der Verträge wurden in den Branchen Industrie, Handel und Dienstleistung geschlossen, der Rest im öffentlichen Dienst und im Handwerk.

„Die Ausbildungssituation ist hessenweit bestens“

Im IHK-Bezirk Frankfurt, der auch die Kreise Hochtaunus und Main-Taunus umfasst, wurden bis Ende Juni 3753 Ausbildungsverhältnisse geschlossen. Seit kurzem ist nach Angaben der Kammer zu beobachten, dass die Vertragszahlen im Rhein-Main-Gebiet abnehmen, während sie außerhalb des IHK-Bezirkes Frankfurt zunehmen.

„Daraus lässt sich schließen, dass die Unternehmen in anderen Regionen Hessens vermehrt Azubis einstellen, um den Fachkräftemangel zu bewältigen“, erklärte die IHK Frankfurt. Bislang stammten traditionell drei Viertel der Auszubildenden im Bezirk der größten hessischen IHK nicht aus der Region. Das könnte sich nun ändern. „Wir gehen davon aus, dass es die Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt künftig noch schwerer haben werden, Schulabgänger für einen Ausbildungsplatz zu rekrutieren. Denn die Ausbildungssituation ist hessenweit bestens“, sagte Ausbildungsexpertin Scheuerle.

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