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Trotz afrikanischer Pest : Es bleibt zunächst bei der Schonzeit für Wildschweine

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Zeitweise geschont: Wildschwein Bild: dpa

Hessen hält an der Schonzeit für Wildschweine vorerst fest - trotz Sorgen wegen der afrikanischen Schweinepest. In Hessen gibt es laut Umweltministerium derzeit rund 62.000 Wildschweine.

          Die Sorge vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest treibt auch die Behörden in Hessen um. Allerdings werde die Schonzeit für Wildschweine zunächst nicht ausgesetzt, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums. Diese Frage werde noch geprüft.

          Nach Auskunft des Ministeriums darf der Großteil der Wildschweine in Hessen ganzjährig bejagt werden. Ausgenommen davon sind nur Bachen und Keiler, für die eine Schonzeit vom 1. Februar bis 15. Juni gilt, sowie für Bachen, die Frischlinge führen.

          52.000 Jungtiere in Hessen

          In Hessen gibt es laut Umweltministerium derzeit rund 62.000 Wildschweine, darunter etwa 52.000 Jungtiere im ersten und zweiten Lebensjahr. Die Jagd auf Bachen, die keine Frischlinge führen, wird vom Umweltministerium ausdrücklich begrüßt. Das Ministerium steht zudem mit den Jagd- und Veterinärbehörden in ständigem Kontakt, falls weitere Maßnahmen erforderlich sind, um eine Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern.

          Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hatte in seiner Bewertung zur Verringerung des Risikos einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest empfohlen, die Wildschweinbestände drastisch zu reduzieren. Die Gefahr einer Einschleppung nach Deutschland ist angesichts neuer Fälle in Polen und Tschechien weiterhin hoch. Der Erreger ist für den Menschen ungefährlich. Bei Schweinen verläuft die Erkrankung aber in fast allen Fällen tödlich. Es gibt keinen Impfstoff gegen die Seuche.

          Weniger Lichtschein - mehr Artenschutz

          Hessen soll hier und da dunkler werden: Das Umweltministerium in Wiesbaden will mit einer neuen Broschüre insbesondere Unternehmen dafür sensibilisieren, wie die sogenannte Lichtverschmutzung verringert werden kann. „Mit modernen Leuchten und Leuchtmitteln lassen sich die Anforderungen der Nachhaltigkeit problemlos erfüllen - ohne dass deshalb Werbezwecke oder Sicherheitsaspekte auf der Strecke bleiben“, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Donnerstag in Wiesbaden.

          Die hell erleuchteten Nächte sind ein Problem für viele Tiere. Insekten sterben massenhaft im Lichtkegel von Straßenlaternen, Zugvögel können durch das künstliche Licht in den Städten die Orientierung verlieren. Eine Senkung der Lichtverschmutzung sei ein Beitrag zum Arten- und Klimaschutz, so das Ministerium. (lhe)

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