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Hessen Mehr Holz für Energiegewinnung geschlagen

 ·  Der Anteil der Laubbäume in Hessen nimmt nach Angaben des Landes zu. Fünf Millionen Euro werden für den Schutz vor Wildschäden ausgegeben.

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Die Menge des Holzes aus hessischen Wäldern, die für die Energieerzeugung genutzt wird, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. 2005 waren rund 523000Kubikmeter aus dem Staatswald sowie aus den vom Landesbetrieb Hessen-Forst betreuten Kommunalwäldern (90Prozent der Kommunalwaldfläche) für energetische Zwecke eingesetzt worden. Im vergangenen Jahr waren es schon mehr als 665.000 Kubikmeter, wie das Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz berichtete.

Insgesamt wurden auf den von Hessen-Forst betreuten Flächen rund 4,5Millionen Kubikmeter Holz geschlagen. Für den Privatforst mit einem Anteil von 24 Prozent an der hessischen Waldfläche liegen dem Ministerium keine Zahlen zur Energieholznutzung vor.

Eichenbestand geht zurück

In den vergangenen zehn Jahren hat der Laubholzbestand in Hessen zugenommen, während die mit Nadelbäumen bewachsene Fläche kleiner geworden ist. Von den rund 320.000 Hektar Staatsforst sind inzwischen mehr als 174.000 Hektar Laubwald, gut 145.000 sind mit Nadelhölzern bestanden, wie Ministerin Lucia Puttrich (CDU) in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion mitteilte. Das entspreche einer Zunahme der Laubholzbestände um 5700 Hektar und einer Abnahme der Nadelholzbestände um 4000 Hektar seit dem Jahr 2001. Ein ähnlicher Trend sei in den Kommunalwäldern festzustellen.

Während der Anteil der Buchen unter den Laubbäumen zunimmt, geht der Eichenbestand zurück; unter den Nadelbäumen ist die Douglasie häufiger zu finden, während die mit Fichten bestandene Fläche kleiner wird. Derzeit stehen auf etwa 30 Prozent des Staatswaldes in Hessen Buchen; die Fichte hat einen Anteil von 15 Prozent, die Eiche von gut zehn und die Douglasie von knapp drei Prozent.

Hohe Kosten gegen Wildschäden

Neu gepflanzt wurden in den Jahren von 2001 bis 2011 nach Ministeriumsangaben vor allem Buchen (3000 Hektar), Edellaubbäume (1300 Hektar) und Eichen (1000 Hektar) sowie Douglasien (3000 Hektar) und Fichten (1500 Hektar). Für dieses Jahr sei im Staatswald die Anpflanzung von knapp 2,8Millionen Bäumen und im nächsten Jahr von fast 2,4 Millionen geplant. Mittelfristig ergebe sich daraus ein Anteil der Buche an der Waldverjüngung von 44Prozent und der Douglasie von zwölf Prozent.

Die Kosten für den Schutz gegen Wildschäden - vor allem Wildzäune, Papphüllen und sogenannter Fegeschutz gegen das Abreiben des Gehörns an der Rinde - haben sich seit dem Jahr 2005 fast vervierfacht. Musste das Land für diese Zwecke vor sieben Jahren 1,3Millionen Euro aufwenden, so waren es im vergangenen Jahr bereits fast fünf Millionen. Waldschäden durch Tiere werden im Wesentlichen von Insekten, Mäusen und Wild angerichtet. Der Pflanzenschutz richtete sich nach Darstellung des Ministeriums in den vergangenen Jahren vor allem gegen Borkenkäfer und Rüsselkäfer. Zudem seien 2006 im Hessischen Ried auf 60 0Hektar Staatswald biologische Mittel zur Bekämpfung des Maikäfers sowie vor zwei Jahren ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel eingesetzt worden. Zugenommen haben demnach die Einsätze gegen den Eichenprozessionsspinner, die vor allem dem Schutz der Menschen vor allergischen Reaktionen auf die Haare der Raupen dienten.

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Jahrgang 1960, Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

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