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Hessen Landflucht drückt Immobilienpreise

 ·  Der Bevölkerungswandel sorgt dafür, dass der ländliche Raum in Hessen immer mehr ausdünnt. Das hat auch Folgen für den Wohnungsmarkt. Wer Immobilien verkaufen will, hat vor allem in Nordhessen schlechtere Karten.

Artikel Lesermeinungen (1)

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Martin Schwoerer
Martin Schwoerer (ms-ffm) - 06.05.2012 08:29 Uhr

So ist nunmal die Wirklichkeit

Es geht hier um einen weltweiten Megatrend; dagegen klagen nützt nichts. Heute, historisch erstmalig, lebt 50% der Weltbevölkerung in Städten, in den nächsten Jahrzehnten steigt dieser Prozentsatz auf 80%.

Wichtige Gründe, die gegen das Leben in der Stadt sprechen, sind weggefallen. Autoabgase und Industrieemmission sind viel geringer geworden. Die Kriminalität in den Städten ist erträglicher als früher; dafür muss man auf dem Lande Einbruchsbanden befürchten, die von weit entfernten Polizeidienststellen kaum bekämpft werden können.

Treibstoffpreise nehmen zu, aber in der Stadt kommt man notfalls mit dem Fahrrad oder zu Fuß aus. Pendlerpauschale und Dienstwagenvergünstigungen nützen dem Rentner wenig. Dafür stellt dieser auf dem Lande eine eklatante ärztliche Minderversorgung fest, außer, er lebt in einem gutfunktionierenden Kurort.

Fazit: wer heute eine Immobilie auf dem Lande hat, ist gut beraten, sie schnell zu verkaufen. Die echten Tiefstpreise kommen noch.

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