Home
http://www.faz.net/-gzg-75qns
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Hessen Keine Änderungen bei Schulferien

Das hessische Kultusministerium sieht keinen Anlass für grundsätzliche Änderungen an der Ferienregelung in den Schulen. Zudem sei Hessen an Beschlüsse der Kultusministerkonferenz gebunden.

© Bischof, Franz Vergrößern Szenen einer Urlaubsfahrt: Zu Ferienbeginn sind die Autobahnen oft verstopft.

Das hessische Kultusministerium sieht keinen Anlass für grundsätzliche Änderungen an der Ferienregelung in den Schulen. Zudem sei Hessen an Beschlüsse der Kultusministerkonferenz gebunden, die mit Blick auf die Verlässlichkeit Jahre im Voraus gefasst würden, teilte eine Ministeriumssprecherin am Montag auf Anfrage mit. So seien die Sommerferientermine in allen Bundesländern auf der Basis von Rahmenvorgaben der Kultusministerkonferenz der Länder festgelegt. Bei den anderen Ferienterminen orientiert sich das Kultusministerium nach eigenen Angaben an den Wünschen einer Mehrheit der hessischen Eltern.

Ralf Euler Folgen:    

Die SPD im Landtag sieht nach Angaben ihrer bildungspolitischen Sprecherin Heike Habermann keinen Veränderungsbedarf an der Zahl von 75 freien Werktagen im Schuljahr. Es sei jedoch wichtig, an den Schulen Betreuungsmöglichkeiten auch in den Ferien zu schaffen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Solche Angebote seien in „echten“ Ganztagsschulen viel besser möglich als in den bestehenden Halbtagsschulen, meint Habermann.

Mehr zum Thema

Schule entscheidet, wann am Tag die Ferien beginnen

Nach Darstellung des Kultusministeriums war in den vergangenen Jahren bei den Elternvertretern in den Schulgremien eine Präferenz für zweiwöchige Oster- und Herbstferien sowie für möglichst weit in den Januar reichende Weihnachtsferien erkennbar. Aus pädagogischen Gründen sei es außerdem sinnvoll, bei der Verteilung der „kleinen Ferien“ zwischen den Urlaubszeiten möglichst vergleichbar lange Unterrichtszeiten zu schaffen. Das sei auch bei den gelegentlich von Eltern geäußerten Wünschen nach zusätzlichen Winter- oder Pfingstferien zu bedenken.

In Hessen gibt es jedes Schuljahr drei bewegliche Feiertage, die von den Staatlichen Schulämtern festgelegt werden. Auf diese Weise können sowohl lokale, nicht gesetzlich festgelegte Feiertage berücksichtigt werden als auch Tage zwischen Feiertagen und Wochenenden überbrückt werden. Die Entscheidung der Schulämter fällt jeweils bis Ende Mai für das Folgejahr. Nicht alle Bundesländer haben indes flexible Feiertage. In Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Bayern gibt es sie nicht, aber auch dort haben die Schüler wie in Hessen insgesamt 75 Ferientage.

Im Ermessen der Schule liegt es, wann am Tag vor Ferienbeginn der Unterricht endet. Laut Ferienordnung des Kultusministeriums „kann“ die Schule nach der dritten Stunde am Vormittag oder nach der zweiten Stunde, wenn der Unterricht am Nachmittag stattfindet, schließen. Dabei sei auf örtliche Besonderheiten, beispielsweise die Schülerbeförderung, Rücksicht zu nehmen. Die Entscheidung über das Unterrichtsende trifft der Schulleiter nach Anhörung der Gesamtkonferenz und des Schulelternbeirats.

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Odenwaldschule Behörden erhöhen den Reformdruck

Der Druck auf die Odenwaldschule steigt: Dem Internat bleiben nur wenige Monate, um seine Geldprobleme zu lösen. Die Behörden erteilten zwar eine Betriebsgenehmigung - aber die Entscheidung war denkbar knapp. Mehr

22.08.2014, 15:27 Uhr | Rhein-Main
Psychologische Beratungsstelle Böblingen Unter strenger Supervision

Eine psychologische Beratungsstelle in Böblingen steht im Verdacht, Einfluss auf den Unterricht zu nehmen. Nach wie vor bleibt ungeklärt: Warum haben sich die Lehrer privat in einem ominösen Netzwerk zusammengefunden? Mehr

22.08.2014, 14:42 Uhr | Politik
Kopfschmerzen bei Schülern Das unsichtbare Übel

Immer mehr Schüler leiden unter Kopfschmerzen. Aber ernst nimmt das kaum jemand. Ein Arzt und eine Lehrerin wollen das jetzt ändern. Mehr

24.08.2014, 10:40 Uhr | Gesellschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 14.01.2013, 17:40 Uhr

Gute Wahl

Von Katharina Iskandar

Gerhard Bereswill steht künftig an der Spitze der Frankfurter Polizei - und das ist gut so. Denn der gestandene Polizist bringt die Dinge auf den Punkt. Mehr 1