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Nach interner Kritik : Hessischer CDU-Bildungspolitiker Irmer tritt zurück

  • Aktualisiert am

Umstrittener Kopf: Hans-Jürgen Irmer ist von seinen Ämtern in der CDU zurückgetreten. Bild: dpa

Der hessische CDU-Politiker Hans-Jürgen Irmer ist zurückgetreten, nachdem er intern abermals scharf attackiert worden ist. Der Zündstoff dieses Mal: Eine von ihm herausgegebene Publikation zu Islamismus.

          Hessens umstrittener CDU-Politiker Hans-Jürgen Irmer legt seine Ämter nieder. Irmer werde seine Posten als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und bildungspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion zur Verfügung stellen, teilte die CDU am Samstag in Wiesbaden mit. Seinen Sitz im Landtag wolle er allerdings behalten.

          Auslöser für diesen Schritt sind laut Mitteilung ein Grundsatzartikel und eine daneben stehende Anzeige in der von Irmer herausgegebenen Publikation „Wetzlar-Kurier“. Neben einem von Irmer verfassten Artikel zum Thema Islamistischer Terror und Christenverfolgung wurde eine „von dritter Seite“ in Auftrag gegebene Anzeige abgedruckt.

          „Insbesondere diese Anzeige hat zu deutlicher Kritik in der CDU-Landtagsfraktion geführt“, begründete Irmer seinen Schritt. „Ich habe mich deshalb dazu entschieden, meine Ämter als bildungspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion zur Verfügung zu stellen, um das Klima innerhalb meiner Fraktion nicht weiter zu belasten.“

          Irmers Entscheidung akzeptiere er „ausdrücklich“, sagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Michael Boddenberg. Die Anzeige habe „zu erheblicher Kritik“ und „großem Unmut“ in der Fraktion geführt, weil sie mit den Grundsätzen der Partei unvereinbar sei.

          Irmer stand bereits im Herbst im Kreuzfeuer der Kritik, weil er sich in einem Interview abfällig über Homosexuelle geäußert hatte. Er sagte: „Homosexualität ist nicht normal. Wäre sie es, hätte der Herrgott das mit der Fortpflanzung anders geregelt.“ Nach heftigem Widerstand selbst aus den eigenen Reihen hatte sich Irmer kurz darauf von seiner Aussage distanziert. Er sprach von einer missverständlichen Formulierung.

          Quelle: dpa

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