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Hessen Acht Tote bei Flugzeug-Kollision

Über hunderte Meter verteilt liegen die Trümmer zweier Kleinflugzeuge. Acht Menschen kommen nach dem Zusammenstoß der Maschinen nördlich von Frankfurt ums Leben. Unter den Opfern sind auch Kinder.

© dapd Vergrößern Wie es genau zu der Kollision der beiden Maschinen gekommen war, blieb zunächst völlig unklar

Beim Absturz von zwei Kleinflugzeugen sind am Samstagnachmittag acht Personen in der Nähe von Wölfersheim in Hessen ums Leben gekommen. Unter den Opfern sind auch vier Kinder, wie Sprecher der Staatsanwaltschaft in Gießen und der Polizei in Friedberg am Sonntag mitteilten.

Die Polizei war zunächst von sieben getöteten Personen ausgegangen. Das Unglück ereignete sich etwa 40 Kilometer nördlich von Frankfurt in der Wetterau. Nach den Erkenntnissen der Ermittler waren die beiden Flugzeuge gegen 16.15 Uhr kurz vor Einbruch der Dämmerung südlich des Wölfersheimer Ortsteils Melbach in der Luft bei klarer Sicht kollidiert.

Anschließend stürzten sie auf ein Feld in der Nähe der Bundesstraße 455. Dutzende Einsatzkräfte waren im Einsatz, um die Leichen zu bergen und die verstreut auf dem schneebedeckten Acker liegenden Trümmerteile zu untersuchen. Ein Polizeihubschrauber leuchtete in der Nacht zu Sonntag die weiträumig abgesperrte Unglücksstelle aus. Auch Mitarbeiter des zuständigen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) waren an der Unglücksstelle, um die Ursache des Unfalls zu ermitteln.

© reuters Vergrößern Tote bei Kollision zweier Kleinflugzeuge

Die Absturzstellen der Flugzeuge, zwei sogenannte Tiefdecker, lagen etwa 400 Meter voneinander entfernt. Bei Tiefdeckern sind die Tragflächen an der Unterseite des Rumpfes befestigt. In dem einen Flugzeug, ein leichtes einmotorige Reise- und Schulflugzeug vom Typ Robin DR 400/180, saßen zwei Erwachsene und ein Kind. Sie waren in Koblenz gestartet und wollten auf dem Flugplatz in Reichelsheim in der Wetterau landen.

Der Flugplatz liegt nur etwa zehn Kilometer südöstlich von der Unfallstelle. Wie die Lufthansa am Sonntag bestätigte, saß am Steuer des Flugzeugs ein Pilot ihrer Gesellschaft.

Die zweite beteiligte Maschine soll den Angaben zufolge ein Kleinflugzeug der Marke Piper, Typ Saratoga, gewesen sein. In dem Flugzeug befanden sich zwei Erwachsene und drei Kinder, die auf dem Weg von Stadtlohn, das im westlichen Münsterland unweit der deutsch-niederländischen Grenze liegt, nach Aschaffenburg waren. Auch in diesem Flugzeug soll ein erfahrener Pilot am Steuer gesessen haben.
Zur Identität der Toten machten Staatsanwaltschaft und Polizei am Sonntag zunächst keine weiteren Angaben.

Schneefall behindert Ermittlungen

Die Fachleute der BFU waren bis zum Abend an den Unfallstellen beschäftigt. Der seit dem Morgen einsetzende Schneefall behinderte ihre Ermittlungen. Die mit Planen abgedeckten und weiträumig verteilten Wrackteile sollten darum so bald wie möglich an einen sicheren Ort gebracht werden, um sie gründlich untersuchen zu können. Ein BFU-Sprecher sagte dazu, dass es voraussichtlich einige Wochen dauern werde, „bis wir alles gesichtet haben“.

Mehr zum Thema

Erst im März war in der Nähe des südhessischen Flugplatzes Egelsbach ein Flugzeug abgestürzt. Auch dieser wird hauptsächlich von kleineren Maschinen angeflogen. Dabei waren drei Männer und zwei Frauen gestorben.

Im August 2011 waren beim Zusammenstoß zweier deutscher Kleinflugzeuge in Österreich drei Menschen ums Leben gekommen. Im Sommer 2009 starben vier Menschen, als ein Hubschrauber und ein Kleinflugzeug stoßen nahe Ellwangen im Ostalbkreis (Baden-Württemberg) zusammenprallten.

Quelle: FAZ.NET mit jjo.

 
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