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Hess Natur : Verkauf von Ökomode-Marktführer vor Gericht

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Die Hess-Natur-Geschäftsführer Wolf Lüdge (rechts) und Maximilian Lang arbeiten künftig für eine Capvis-Tochter Bild: Sick, Cornelia

Nun steht es fest: Der Schweizer Finanzinvestor Capvis übernimmt den deutschen Ökomode-Marktführer Hess Natur aus Butzbach. Allerdings ist ein Prozess vor dem Gießener Arbeitsgericht in der Sache anhängig.

          Der umstrittene Verkauf des Naturmodeversenders Hess Natur an den Schweizer Finanzinvestor Capvis ist in trockenen Tüchern. Capvis gab den Abschluss der Tansaktion am Dienstag bekannt und verwies auf das Einverständnis der Kartellbehörden in Deutschland und Österreich.

          Der Betriebsrat des Unternehmens hat den Widerstand gegen die Übernahme jedoch nicht aufgegeben und versucht, den Deal über die Gerichte zu stoppen. Am Mittwoch wird vor dem Arbeitsgericht Gießen die Frage verhandelt, ob beim Verkaufsprozess der Wirtschaftsausschuss des Unternehmens ausreichend informiert wurde.

          Betriebsrat warnt vor Werteausverkauf

          Das hochprofitable Öko-Handelshaus im hessischen Butzbach mit einem Jahresumsatz von zuletzt 72 Millionen Euro gehörte bislang unter dem Dach der Primondo-Gruppe zum untergegangenen Reich des insolventen Mischkonzerns Arcandor. Der Erlös soll die Betriebsrenten der Karstadt-Quelle-Pensionäre sichern.

          Kunden und Beschäftigte von Hess Natur haben sich unter Führung des Hess-Natur-Betriebsratschefs Walter Strasheim-Weitz in der Genossenschaft HN Geno zusammengeschlossen, um selbst Hess Natur zu übernehmen.

          Sie befürchten unter einem Finanzinvestor einen Werteausverkauf und maximale Profitorientierung des ökologisch orientierten Unternehmens. Im Internet drohen Kunden mit Boykott.

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