Home
http://www.faz.net/-gzg-768ge
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Held der Arbeit Mann der Transfers

Seit Mai 2011 hat Bruno Hübner bei der Frankfurter Eintracht den Führungsposten inne, und seitdem dreht sich das Spielerkarussell im Verein schneller denn je.

© Wonge Bergmann Vergrößern Machte sein Gesellenstück in Wehen: Eintracht-Manager Bruno Hübner

Alle Jahre wieder. An den Tagen um seinen Geburtstag, den Bruno Hübner am 28. Januar gefeiert hat, glüht das Smartphone. Es sind entscheidende Tage für den Sportdirektor der Frankfurter Eintracht. Wie im Sommer gilt es, neue Spieler zu verpflichten und alte abzugeben. Hübner treibt dieses Spiel auf die Spitze: Seit Mai 2011 hat der 52 Jahre alte Fußballfachmann bei der Eintracht den Führungsposten inne, und seitdem dreht sich das Spielerkarussell im Verein schneller denn je. Nach einer Aufstellung des Fachmagazins „Kicker“ waren es bis zum Schluss der winterlichen Transferperiode am Donnerstag 71 Spieler, die Hübner geholt oder abgegeben hat. Er weiß, dass sein Job anspruchsvoll ist und er nicht immer Volltreffer landet. Doch in der Summe hat der im deutschen Profifußball bestens vernetzte Hesse eine gute Quote vorzuweisen.

Ralf Weitbrecht Folgen:    

Dass die Eintracht in der Bundesliga als Aufsteiger auf Platz vier steht und mit offensivem Fußball begeistert, liegt auch an dem Manager. Er hat in Absprache mit Cheftrainer Armin Veh Spieler wie Stefan Aigner, Takashi Inui, Bastian Oczipka und Kevin Trapp an den Main geholt. Hübners Spezialität dabei sind langfristige Verträge über zumindest drei Jahre oder Ausleihgeschäfte mit Kaufoption.

Hübners Gesellenstück

Der gebürtige Wiesbadener, Vater von drei gleichfalls fußballverrückten Söhnen, versteht sein Handwerk. Mit seinem früheren Klub, dem er 21 Jahre lang die Treue hielt, hat der ehemalige Fußballprofi des 1. FC Kaiserslautern das Kunststück vollbracht, aus der B-Klasse bis in die zweite Liga aufzusteigen. Der SV Wehen, der maßgeblich vom Wasserfilterhersteller Brita in Taunusstein unterstützte Klub, war Hübners Gesellenstück. Zu Heinz Hankammer, dem Firmengründer, pflegte er ein fast väterliches Verhältnis.

Mehr zum Thema

Doch Hübner hat sich weiterentwickelt. Über die Station MSV Duisburg ist er beim damaligen Absteiger Eintracht Frankfurt gelandet. Mit Glück, Geschick und Können hat der umtriebige Manager zum sofortigen Wiederaufstieg beigetragen. Seine Hausaufgaben hat er gemacht, die aktuelle Wechselfrist ist abgelaufen. Wenn es passt, kann Hübner demnächst zur Entspannung an den Arlberg fahren. Skifahren ist die zweite große Leidenschaft im Leben des Fußballfachmannes.

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Fußball-Bundesliga Klandt und die Eintracht kommen sich nahe

Beim FSV Frankfurt ist für Patric Klandt am Saisonende Schluss. Umziehen muss der Torwart wohl dennoch nicht. Es spricht viel für einen Wechsel zur Eintracht. Damit könnte sich für Klandt ein Traum erfüllen. Mehr Von Jörg Daniels

13.04.2015, 12:12 Uhr | Sport
Eintracht Frankfurt Kapitän Trapp bleibt bis 2019

Eintracht Frankfurt gelingt eine wichtige Vertragsverlängerung: Torhüter Kevin Trapp bindet sich bis 2019. Dafür beraumt der Klub sogar wenige Stunden vor dem Spiel gegen Wolfsburg eine Pressekonferenz an. Mehr

03.02.2015, 15:44 Uhr | Sport
Zweitliga-Abstiegskampf Auch St. Paulis Fans sind Teil des Problems

Der FC St. Pauli macht in der zweiten Bundesliga vieles richtig. Aber sportlich läuft es nicht. Es droht der Abstieg. Die Fans würden dem Kultklub auch eine Klasse tiefer die Treue halten – und genau das ist Teil des Problems. Mehr Von Frank Heike, Hamburg

06.04.2015, 15:54 Uhr | Sport
Geburtsvorbereitung Schmerzsimulator lässt Männer Wehen spüren

Ein Krankenhaus in Ostchina hat für werdende Väter ein Gerät entwickelt, das sie Wehen spüren lässt. Elektroschocks sollen zeigen, wie sich eine Geburt anfühlt. Mehr

20.11.2014, 22:19 Uhr | Gesellschaft
Eintracht Frankfurt Spektakulärer als Real Madrid

Die Eintracht macht sich Mut für den Liga-Endspurt: Kein Team in Europa bietet mehr Unterhaltungswert. Schaafs Wunsch: Gegen Hannover nicht wieder Aufbaugegner sein. Mehr Von Marc Heinrich, Frankfurt

04.04.2015, 08:08 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.02.2013, 23:24 Uhr

Der Gipfel der Erregung

Von Manfred Köhler

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir ist ein gewiefter Stratege. So hat er kürzlich einen hessischen Energiegipfel zur Sprache gebracht - ein gutes Ablenkungsmanöver, um eine Niederlage zu verbergen. Mehr 1